Blind-Date!

Blind-Date! Erwartungen, viele Fragen und Antworten

Mit jeder Nachricht erfährt man mehr über die andere Person und irgendwann ist es so weit, das erste Treffen steht an. Sicher man kann auch im Vorfeld telefonieren, mit einem habe ich die ganze Nacht durch telefoniert und mich in seine Stimme verliebt, die Sterne standen gut, bis wir uns trafen. Es wollte nicht funken, irgendwas fehlte, obwohl er äußerlich für mich attraktiv war, es sollte einfach nicht sein. Auch wenn es telefonisch passt oder einem die geschriebenen Worte zu Herzen gehen, bedeutet das nicht, dass es auch in der Wirklichkeit funktioniert. Denn es ist nur die Vorstellung, unsere Fantasie, in die wir uns verlieben, aber nicht der reale Mensch, der er wirklich ist. Je höher die Erwartungen sind, desto wahrscheinlicher, dass man enttäuscht wird bei einem Blind-Date.

Erwartungen: Es gibt wirklich Frauen und auch Männer, die innerhalb eines Date’s entscheiden, ob ich die/den heiraten könnte oder nicht… Kurz dazu, ich habe nicht einen meiner Ex-Freunde geheiratet und mit denen war ich mehrere Jahre zusammen! Diesen Gedanken bitte gepflegt aus dem Bewusstsein streichen. Je, unvoreingenommener man ist, desto mehr kann man sich auf die andere Person einlassen. Am Besten gar nichts erwarten, einen netten Abend verbringen und jemand Neues dabei kennenlernen.

Was ziehe ich an?: Nicht nur Frauen machen sich Gedanken darüber, ok, ich denke wir haben einfach eine größere Auswahl, wo man sich entscheiden muss. Casual, elegant, sexy, stylish oder lieber sportlich, kommt darauf an, welcher Typ man ist und in was man sich wohlfühlt. Mein Trick, für kein planloses Desaster vorm Kleiderschrank: Ich habe mehrere Lieblings-Teile und auch Outfits oder wenn Freunde sagen, “Oh, das sieht aber toll aus!”, mache ich ein Foto und es kommt in mein Date-Outfit-Ordner, worauf ich dann, wenn es so weit ist, gerne zurückgreife. Fühlt man sich in seinem Outfit gut, strahlt man das auch aus, es bringt nichts, wenn man etwas trägt, was vielleicht hip ist, aber man sich unwohl fühlt. Wo findet das Date statt? Trifft man sich zum Spaziergang, sind High Heels eher nicht angebracht.

MEINE LIEBLINGSKOMBINATION: Jeans (blau, grau, schwarz) + T-Shirt (dezenter, bis kein Print, weiß, blau, grau, schwarz) + Blazer (schwarz oder blau) + große Kette oder farbiges Tuch, um den Look etwas aufzupeppen + Stiefel (kurz) oder nicht so hohe Pumps bzw. Schuhe auf den man etwas länger laufen kann.

Wo trifft man sich?: Da man nicht wirklich weiß, ob der andere sympathisch ist oder seinem Profil entspricht, bevorzugte ich immer den Kaffee am Nachmittag.

  • Nachmittags sich auf einen Kaffee zu treffen, ist unverbindlich und falls einen die Person so gar nicht zusagt, kann man nach einer Stunde wieder gehen, ohne dass der Abend ruiniert ist.
  • Spaziergang, gerade bei herrlichen Wetter eine super Option, man redet, bewegt sich, kommt vielleicht noch an einem Spielplatz vorbei und turnt etwas herum, zwischendurch ein Fußpils (Bier für den Weg) und sich auf eine Bank setzen.
  • Abends etwas trinken zu gehen, läuft selten ohne Alkohol ab und immer wieder habe ich festgestellt, dass die Männer ziemlich schnell zur Sache kommen wollten. Für alle Schüchternen, empfehle ich Bar-Hopping, denn bei jeder neuen Bar kann man ein Stück näher zu seinem Date hin rutschen, ohne das die andere Person es bemerkt. Mir fiel es erst auf, als ich am Ende auf seinem Schoß saß und den Abend Revue passieren ließ…
  • Essen gehen, ja der Mensch braucht seine Mahlzeiten, aber mit vollem Mund, gefesselt an einem Stuhl, ist eine Unterhaltung nicht so angenehm.

Wer zahlt die Rechnung: Jeder für sich, denn bei einem Blind-Date gelten andere Regeln. Ist man sich sehr sympathisch und das Date geht etwas länger, kann man abwechselnd bezahlen. Falls der Mann sie unbedingt einladen möchte, während sie oder man selber auf Klo ist, bezahlen 😉

Die Unterhaltung: Kommt immer darauf an, wie viel man sich im Vorfeld geschrieben hat, hat man einige Themen, wie Urlaub, Job, oder Freizeitaktivitäten, kann man da sehr gut anknüpfen. Ein Gleichgewicht ist optimal, denn Männer können zuhören, aber auch gut erzählen und eine Quasselstrippe, wie mich, musste ich stets daran erinnern. Die Leichen im Keller hebt man sich für die weiteren Date’s auf, es ist wie mit einem Buch, immer ein paar Seiten, damit man Interesse hat, weiter zu lesen und das Buch nicht an einem Abend durch hat. Angeblich reichen ein bis zwei Stunden, naja, wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich ja aufhören…

Auf Wiedersehen?: Denn eine der häufigsten Fragen, die man sich nach einem Treffen stellt ist: „Sehen wir uns wieder?“, vielleicht verpassen beide den Moment dafür und falls der Satz der Sätze kommt „Wir telefonieren!“ kann es nämlich zweierlei Bedeutung haben, zum Einen „wir telefonieren“ zum Anderen „das war `s“ und Warten angesagt. Selbst auf ein: “Ich will dich wiedersehen!”, sollte man sich nicht verlassen, denn es sind nur Worte, erst wenn man jemanden wieder sieht, weiß man es wirklich.

Mein Fazit: Es wird oft geraten sich mit mehreren zu Daten, als Übung sozusagen, ich halte nicht viel davon, denn man selber möchte ja auch nicht als Flirt-Probant des anderen fungieren. Es sollte immer eine Absicht hinter einem Date stehen – jemanden kennenlernen zu wollen und zwar nicht primär in der Horizontale und wenn sollte das fairer Weise kommuniziert werden. Manchmal lohnt es sich einen weiteren Blick zu riskieren, Liebe auf den ersten Blick ist ja eher die Seltenheit. Selbst einer, der vom Äußeren genau meinem Beuteschema entsprach, riss mich nicht vom Hocker! Häää, werden jetzt einige denken, denn viele sind der Meinung, das Aussehen ist entscheidend, nein! Auch nicht der erste Eindruck, da dachte ich schon öfter, ja, ganz nett und wurde im Verlauf des Abends eines Besseren belehrt, nämlich von ihm.

Es ist die Art wie die Person redet, wie jemand auf den anderen wirkt, was man sagt und wie die/derjenige sich gibt, selbstbewusst, emotional stabil und ganz wichtig, die Ausstrahlung, all das sieht man auf einem Foto nicht. Die wichtigste Komponente allerdings ist die Chemie, die oft unterschätzt wird, deshalb war ich auch immer jemand, die nicht wochenlang geschrieben hat, sondern ein Treffen, bevorzugte. Im Nachhinein war ich selten mit meinem eigentlichen Beuteschema zusammen, denn Amor hat da seine ganz eigenen Pläne.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Blind-Date’s, fandet ihr auch schon Mal jemanden am Telefon oder während des Schreibens so toll und beim Treffen dann nicht mehr? Freue mich über Eure Kommentare 😉

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