Date mal anders mit Badoo

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Date mal anders mit Badoo

Nach meinem LIFE-EXPERIMENT – DATE TO GO, bei dem ich mich alleine am Samstag mit der DatingApp Badoo ins Hamburger Nachtleben stürzte, um ein spontanes Date zu finden, war es an der Zeit für ein geplantes Date. Jeder der den Beitrag kennt, weiß, dass es einige Überraschungen gab mit denen selbst ich nicht gerechnet hatte.

Die Vorbereitungen fürs Date

Badoo zählt mittlerweile 368 Millionen User weltweit und wenn man auf der größten Social-Dating-App der Welt aktiv ist, dann kommt es früher oder später zu einem Date. Einmal die Umgebung checken, mit speziellen Suchkriterien und man kann sehen, wer gerade in der Nähe ist, vielleicht für eine Mittagspause oder spontan nach der Arbeit oder mein Experiment – Date to Go. Das Ganze kann man etwas schneller mit Punkten oder Super Powers voran treiben und sich in den Vordergrund setzen. Diese kann man kaufen oder sich in Spielen und Umfragen verdienen. Mit den Punkten gibt es mehr Kandidaten im Match-Game.

Besonders amüsant ist die Doppelgänger Funktion, hier kann man das Ebenbild von Stars oder auch Freunden finden. Mit einem Freund zusammen hatte ich das getestet, er war etwas entsetzt, dass es in Hamburg zehn weitere Herren gab, die ihm ähnlich sind. Bei einem meinte er nur „Er müsste wohl mal mit seinem Vater reden.“ Mit den Super-Powers, welche ich nutze, hat man noch weitere Funktionen, besonders gerne bin ich undercover, schaue mir interessante Profile an ohne dabei entdeckt zu werden. Zudem kann ich sehen wer alles im Volltrefferspiel zu mir ja gesagt hat, wie der Herr den ich Euch gleich noch genauer vorstelle.

Über Badoo hatten wir einen Volltreffer und ich hatte sofort eine Nachricht in meinem Postfach. Im Volltrefferspiel hatte er schon JA zu mir gesagt und nachdem man einige Zeit täglich hin- und hergeschrieben hatte, war es an der Zeit sich zu verabreden.

Über Badoo hatten wir ein Match und ich hatte sofort eine Nachricht in meinem Postfach. Nachdem man einige Zeit täglich hin- und hergeschrieben hatte, war es an der Zeit sich zu verabreden. Besonders da er sich mit mir über Facebook vernetzen möchte. Ahh, keine gute Idee, denn dann wäre ich so etwas von aufgeflogen und zu sagen, dass ich kein Facebook habe, wäre ja wieder eine Lüge. Zum Thema sich fünf Tage später melden, in Hamburg starteten da gerade die PressDays, für mich bedeutet das täglich unterwegs sein, Agenturen und Events besuchen und abends in einen komatösen Schlaf zu fallen. Ich habe das Antworten schlichtweg vergessen, ja, ja, #SchlechtesteDaterinDerWelt. Ich entschuldigte mich und wir zogen um auf WhatsApp und da war FB dann auch gar nicht mehr so wichtig. Sich treffen, klar, das ist so gar nicht neu, im Gegenteil, es ist der typische Dating-Alltag, aber es kommt in diesem Fall viel mehr auf die Lokation an.

Sein Profil war dürftig gestaltet, er reist wie ich gerne um die Welt, er mehr als ich, aber was nicht ist, soll ja noch werden und er mag Harry Potter. Ein Globetrotter mit Vorliebe für die Zauberei, was für eine Kombination, da wollte ich doch gerne mehr darüber erfahren.

Date mal anders

Nach einigen Verschiebungen war es dann endlich soweit und wir waren weder in der Bar etwas trinken, noch zum Kaffeeplausch, bei ihm oder mir. Nee, wir waren spazieren, aber nicht im Wald, Park oder auf der Straße, sondern zwei Stunden in einem Möbelhaus. Ich wollte diese date-Lokation schon immer mal ausprobieren, hatte darüber in einem Artikel über Date-Ideen geschrieben, dieses war allerdings nur eine Theorie und heute kommt die Inszenierung, äh Praxis. In der Regie: Julia / Hauptrolle: der Typ von Badoo & ich.

Er kam ein paar Minuten zu spät, lag aber nur daran, dass ich viel zu früh da war, um undercover Instastory zu machen. Kleines Datenscreening: Er gefiel mir vom Äußeren – er ist 35 Jahre, 1,86 groß, dunkelbraunes Haar mit leichtem grauen Schläfenansatz, blau-grüne Augen, sportliche Figur, Ingenieur, die gibt es in Hamburg irgendwie wie Sand am Meer.

Der erste Eindruck ist bekanntlich ja der wichtigste, locker, lässig mit Jeans, Pulli und weißen Turnschuhen kam er des Weges entlang und yay, mein Herz fing doch tatsächlich an schneller zu schlagen. In der Tat war ich ein wenig aufgeregt. Während wir den Pfeilen auf dem Boden folgten kamen wir als erstes im Wohnzimmer an.

Geschmäcker sind verschieden

Schon da machte es sich bemerkbar, während ich die hellen Sofas mit leichter Mädchenattitude bevorzugte, empfand er das cleane triste Anthrazit schick. Bei der Raumgestaltaung trennten uns ebenfalls Welten, ich mit Blümchen und Chi-Chi, würde er am liebsten seine Wände mit Bilderrahmen plakatieren. Eigentlich eine coole Idee, aber nicht in meiner Wohnung. Bei dem roten Graf Dracula Zimmer waren wir uns einig, nur über unsere Leiche. Der absolute Kontrast kam dann bei der Küche, er schwarz, ok es ist wieder ein schickes, cleanes Anthrazit und ich weiß. Aber, by the way, eine dunkle Küche passt so gar nicht zu meinem Feed – #SingleBloggerProbleme. Wir amüsierten uns über die Kluften des Geschmacks zwischen uns – er meinte scherzhaft „Bei Badoo sollte ich wohl angegeben, dass ich eine Vorliebe für schwarze Küchen hege.“ Ja, ja, Gegensätze ziehen sich an und wir sind wie Yin & Yang, schwarz und weiß, lalalalala.

Durch die zauberhaft festlich gedeckten Tafeln, ihm war das ein wenig zu viel, kam das Gespräch auf „Wie feierst du Weihnachten?“ und dem perfekten Übergang „Wollen wir mal die Matratzen testen?“ Klar, warum denn nicht. Nebeneinander liegend „Schwedisches Möbelhaus also, ehrlich gesagt hatte ich hier noch nie ein Date, wie kommt man bloß auf so eine Idee.“ Bingo, verdammt, jetzt muss ich Farbe bekennen. Es ist das erste Mal, dass ich meinen Offenbahrungseid im Bett vollziehe und erkläre ihm das mit dem Blog und meinem Experiment. Es amüsierte ihn, „Also bin ich dein Versuchskaninchen?“. – „Eher die Hauptrolle einer großen Single in der Großstadt Produktion.“ Er lachte, „Gut, dann will ich eine Gage, drei Hot Dogs und eine Beförderung.“ Ich war einverstanden, packte zur Entschädigung noch ein Getränk und Pommes dazu und teilen uns den Regiestuhl.

Und was ist mit Kindern?

„Also einrichtungstechnisch, wäre es am besten, wenn wir zwei Doppelhaushälften beziehen und in der Mitte die Wand rausreißen.“ Der Herr wird mir immer sympathischer, dann könnte ich immer rüber zur dunklen Seite wechseln und umgekehrt. Endstation Babyabteilung. Kurzer Check meiner Eierstöcke – nichts, keine Reaktion. Das rosa Babybett lässt mich kalt. „Willst Du Kinder?“ Ich habe das ja alles schon hinter mir und so ein Pubertier kann dafür sorgen, dass die Eierstöcke nicht gerade freudig frohlocken. „Nee, im Moment kann ich mir das nicht vorstellen, vielleicht auch nie.“ Er, als Mann ohne Kinder, will unbedingt welche, aber im Moment kann er sich das auch nicht vorstellen, wir wissen ja Männer können diesen Wunsch wesentlich länger hinauszögern, als wir Frauen.

Dekoration, der Härtetest

Keine Schuhe kaufen, keine Schuhe und Taschen kaufen … oh, Kerze, Teller, Untersetzer, Kissen, ich weiß nicht was das ist, aber es sieht toll aus, Ding – gekauft. Neben Pheromonen, die unser Blut in Wallung bringen, tut dies auch die Dekoabteilung, hier ist der Herr immun, wofür mein Bankkonto ihn ein wenig beneidet. Ich hielt mich an diesem Abend sehr zurück, denn mein Zuhause erstickt gerade an Kartons für den Adventskalender und ähnelt einem Postlager. Er hat die Star Wars Lampe, welch Überraschung, die ist weiß und die Karten sind wie meine schon gebucht, allerdings in verschiedenen Kinos. Wir kamen zum Ausgang und er hatte sich sein Honrar mehr als verdient, ich hatte ein so amüsantes Date, dass ich vergessen habe weiter Instastory zu machen.

Date mal anders

Sehr zu empfehlen, abseits des Kaffee-was-trinken-Mainstreams, die Komfortzone gemeinsam verlassen, etwas völlig neues wagen. Im Fokus steht das Date und das nebenbei Kennenlernen, unabhängig was daraus wird. Und jetzt die große Frage der Fragen „Werden wir uns wiedersehen?“ Ja, er ist lustig, charmant und nahm mir meine Inszenierung auch nicht böse. Aber wann kann ich gerade nicht sagen, mich hat es total erwischt – GRIPPE und muss erst mal wieder auf die Beine kommen. Irgendwas ist ja immer! Wenn man jemanden erzählt, dass man ein Blog Single in der Großstadt hat Für zwischendurch hätte ich da noch eine Date-Idee: Paintball, als Team wie Bonnie und Clyde gegen den Rest der Welt, das schweißt nicht nur zusammen, sondern macht auch irre viel Spaß, ok, das ist die Theorie, aber vielleicht auch bald schon die Praxis. Clyde oder Bonnie findet man vielleicht bei Badoo 😉 aber dafür muss ich erst einmal wieder auf die Beine kommen.

6 Comments

  • Mein Badoo-Erlebnis: gutaussehender Typ, Date bei ihm und wohin das führte
    Allerdings dann so getan als wolle er mehr und nicht den Arsch in der Hose gehabt ehrlich zu sein.

    Anderer Typ, andere App – Date auf dem Weihnachtsmarkt. Nach dem Date noch 3 Tage weitergeschrieben und gesagt, dass er den Abend schön fand und dann – nix mehr!
    Einfach nicht mehr gemeldet.

    Glaub ich sollte das Daten besser lassen

    • Ich sage ja immer, wo viel geht, geht auch viel in die Hose oder daneben … Lasse Dich nicht von Worten einwickeln, Taten sind wichtig und das Verhalten vor und nach dem Sex UNTERSCHIEDLICH. Von daher verlasse Dich mehr darauf, was einer macht, als was er sagt 😉 Lege den Fokus mehr auf das Date, das es schön ist und Dir Spaß bringt unabhängig, was daraus wird 🙂

  • Ich hatte vor 3 Jahren auch so ein Date. Er holte mich daheim ab in die sind in das besagte Möbelhaus. Es war mein bestes Date ever. Auch wenn aus uns nix geworden ist, aber es war so ungezwungen. Total nett und lustig.

    • Ich denke Abwechslung abseits des Date-Mainstreams tut jedem mal gut. Es ist eine neue Erfahrung ohne den rutinierten Ablauf und vielleicht gerade deswegen bleibt es uns positiv im Gedächtnis, obwohl nichts daraus geworden ist. Frohes neues Jahr 🙂

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