REISEBERICHT FLORIDA – Roadtrip nach Sanibel Island & Clearwater

REISEBERICHT - USA FLORIDA

Roadtrip nach Sanibel Island & Clearwater

Nach zwei Wochen Aufenthalt in Florida Malabar (hier ist der Artikel) und unseren Tagesreisen in die Umgebung, packte mich das Reisefieber, ich wollte unbedingt noch ein paar schöne Orte entdecken. Im Süden – Miami, Key-West war ich schon die letzten Jahre, dieses Mal ging es in den Westen. Die erste Frage des Pubertiers: „Haben wir da WLAN?“ war ich fast gewillt irgendwo auf einer einsamen Insel ohne Netz einzukehren. Ja, das arme Kind, denn nur ich hatte eine Prepaidkarte und Dank Tourisim überall Netz und Internet. Nach meinen Recherchen von schönen Orten in Florida wurde ich schnell fündig – SANIBEL ISLAND, danach CLEARWATER und TAMPA standen auf unserer Liste. Schnell die Hotels gebucht und zwei Tage später konnte es losgehen … fahren.

Wer hätte das gedacht, dass ich freiwillig einen Roadtrip quer durch den Staat Florida plane! Denn ich hatte mir so einige Grenzen gesetzt und für mich war eins klar, ich werde nie, nie Auto in den USA fahren. Fünf Jahre später saß ich dann ganz genau da, wo ich nie sitzen wollte – VORNE – LINKS am STEUER in Florida. Wenn ich etwas zum allerersten Mal mache, dann mache ich erst einmal alles falsch, meine Odyssee mit dem Mietwagen – TRY. FAIL. LEARN. Allerdings deswegen konnte ich danach alles nur noch richtig machen.

Roadtrip

Früh am Morgen ging es los, unsere Fahrzeit betrug fast vier Stunden. Einmal in den Sonnenaufgang vom Osten an der Atlantikküste zum Sonnenuntergang im Westen am Golf von Mexiko. Zu einem richtigen Roadtrip gehört gute Musik, der TeeNager versuchte zwar immer wieder 187 mir unterzujubeln, aber sobald einer anfing zu singen oder zu rappen, war der Versuch auch schon gescheitert.

Ich zog da Klassiker vor wie – „I’m Gonna Be (500 Miles)“ But I would walk five hundred miles. And I would walk five hundred more … YEAH. Auch bekannt von den Roadtrips von Ted und Marshal aus HIMYM. Gefolgt von Frauenpower mit Kelly Clarksons – „STRONGER“ What doesn’t kill you makes you stronger. Stand a little taller. Doesn’t mean I’m lonely when I’m alone. What doesn’t kill you makes a fighter. Footsteps even lighter. Doesn’t mean I’m over ‚cause you’re gone. What doesn’t kill you makes you stronger, stronger … und bei JUST ME, MYSELF AND I ist es jedes Mal LAUTHALS eskaliert. Nach mehrmaligem Zelebrieren hatten wir sogar eine synchronisierte Performance – WAS FÜR EIN SPASS.

Unser Spanisch besserten wir mit DESPACITO auf, wobei ich unser Kauderwelsch nicht übersetzen könnte. ICH SINGE TROTZDEM MIT, AUCH WENN ICH NICHT DEN TEXT UND ERST RECHT NICHT DIE SPRACHE KANN. Melancholisch wurde es mit Sia feat Labyrinth und To Be Human. Eine kleine psychologische Episode gab es mit Lady Gagas Million Reasons – I’ve got a hundred million reasons to walk away. But baby, I just need one good one to stay. Findet den Fehler … Singend und mit so viel Spaß fuhren wir die Highways und die verlassenen breiten Straßen entlang, vor uns der breite Horizont und dem Himmel so nah zu unserem ersten Ziel SANIBEL ISLAND.

Florida - Sanibel Island

Fernab des Massentourismus liegt im Golf von Mexiko Sanibel Island. Ein kleines Paradies mit vielen wunderschönen Sandstränden und dem wohl größten Muschelvorkommen in den gesamten USA. Keine Hochhäuser, denn die Gebäude dürfen hier nicht höher als die größte Palme sein. An diesem wunderschönen Ort kann man seine Seele baumeln lassen, stundenlang am Strand verweilen und nur dem Rauschen des Meeres lauschen. Durch das dauerhafte Wetterhoch, viele Sonnenstunden und angenehme Wassertemperatur ist Sanibel Island eine sehr gute Wahl zum Sonne tanken.

Ein wunderschönes Hotel direkt am Meer mit Privatstrand. Perfekt für mich, denn so kann das Pubertier zwanzig Meter entfernt im Hotelzimmer und WLAN verbringen, während ich die Ruhe am Strand genieße. 
Vom Zimmer konnten wir das Meer sehen und hatten auch noch einen kleinen Balkon. Es gibt einen beheizten Pool mit einer Bar und ein Restaurant mit Meeresfrüchten und bodenständiger Küche, ein Fitnessstudio und einen Entspannungsbereich, welches wir nicht genutzt haben, wenn man mich sucht – Ich bin am Strand.

 

F R Ü H S T Ü C K

Oh Wunder Madame begleitete mich mit zum Strand und ging sogar ins Meer. Ich setzte mich vorne ans Wasser und sah weit, weit in die Ferne. Ich musste sofort an Disneys VAIANA denken, mein absoluter Lieblingsfilm – Wo das Meer sich verliert schwebt ein Klang. Er ruft mich. Ist es denn weit bin ich bereit. Wenn der Wind und das Meer sich mit mir dann verbünden. Es kommt die Zeit. Wenn ich geh, dann wird sich zeigen wie weit ich komm. Die Weite, die Endlosigkeit des Ozeans zieht mich jedes Mal in seinen Bann und verzaubert mich. „Mama!!!!“ und ich weiß, egal welche Herausforderung vor mir liegt – ICH BIN BEREIT.

Anschließend sammelten wir dann sogar noch Muscheln und tanzten zusammen im Sonnenuntergang. Ein Paradies für Muschelsammler. Am besten frühmorgens vorm Frühstück an den Strand und noch spektakuläre Fundstücke finden nach einer stürmischen Nacht.

B E A C H   B A B Y

Florida - Clearwater

Am nächsten Tag verließen wir am frühen Abend Sanibel Island und machten uns auf in das ca. drei Stunden entfernte Clearwater. Dort angekommen bezogen wir unser Zimmer im Rodway Inn am Highway 19. Da wir in Sanibel Island sozusagen wie Könige gelebt hatten, man gönnt sich ja sonst nichts, dachte ich für eine Nacht reichts, wir brauchten schließlich nur ein Bett zum Schlafen. Die Zimmer waren ok und auf den ersten Blick sauber, nur es roch irgendwie seltsam.

Um 20 Uhr startete dann unser Abendprogramm mit Disneys Defendence, ein absolutes Highlight fürs Töchterchen. Dazu hatte ich Sushi vom Restaurant nebenan geholt, welches sehr lecker und liebevoll zubereitet war. Ich machte nebenbei meine Instastory fertig und sah einen kleinen Käfer auf dem Bettlaken laufen. Und zack, war er auch schon wieder weg. Zwei Stunden später war er wieder da und nicht allein. Ich ahnte Böses und konsultierte meinen lieben Freund Google mit dem ungeladenen Besuch. Ergebnis – BETTWANZEN. Wahhh und sprang sofort ein Bett weiter zum Pubertier. Eine halbe Stunde später erspähten wir auch dort die ungebetenen Gäste. Wie war das, ich bin bereit, das liebe Schicksal dachte sich dann wohl mal gleich,

das prüfen wir sofort. Jedes Mal, wenn ich eine unangenehme Situation habe, frage ich mich, was würde MacGyver machen. Habt ihr jemals einen MacGyver verzweifeln und sich bemitleiden sehen – NEIN. Er arbeitet sehr lösungsorientiert und verändert dadurch jede miese Lage. Also mache ich das Beste daraus. Ok, Herausforderung angenommen. Kramte im Koffer nach unseren Strandtüchern und es ging raus zum Auto – Campen.

Nach so einer Nacht, ein paar Stunden Schlaf, halbe Morgendusche im Auto wegen offenem Fenster und plötzlichem Monsun, dem halben Rückerstattungsgespräch der Hotelkosten, war es Zeit für eine Belohnung. Vorher musste ich mich allerdings noch ein paar Fragen des TeeNagers stellen. „Hast du dir nicht die Bewertungen durchgelesen?“ Das hatte ich in der Eile nur überflogen, großer Fehler, denn einmal etwas genauer hingeguckt hätte ich mir das auch ersparen können – hinterher ist man immer schlauer. Wobei selbst im Luxushotel in New York dem Waldorf Astoria ein Bettwanzenbefall vorkam. Was man nicht alles bei der Recherche im Nachhinein erfährt.

Sie war sauer und mutierte zur Diva, wenn sie hungrig war, es war also Zeit für ein richtig geiles Frühstück, für Könige versteht sich. Tripadvisor an und es ging zum ANOTHER BROKEN EGG CAFE. Genau das Richtige nach den Strapazen. Gut besucht, leckeres Essen, guter Kaffee und schönes Ambiente.

 

A N O T H E R  B R O K E N   E G G

Florida - Clearwater Beach

Gestärkt ging es zum Strand, allein, denn Madame zog ein erneutes Schläfchen im Auto vor, welches in einem kühlen Parkhaus stand. Daran war ich ja mittlerweile gewöhnt. Auf zum Clearwater Beach, welcher zum schönsten Küstenort Floridas gekürt wurde. Das Sandpearl Resort ist zu einem der besten Badeorte in den Vereinigten Staaten ernannt worden. Dann gucke ich mir den Strand mal genauer an.

Der Sand ist wie Puderzucker unter meinen Füßen , der weiße Strand streckt sich 4 km entlang des Golfs und liegt auf einer Barrierinsel. Das Wetter spielte nicht so mit. 

C L E A R W A T E R   B E A C H

Immer wieder gab es leichten warmen Nieselregen. Dennoch waren dafür ganz schön viele Menschen vor Ort, ich möchte gar nicht wissen, wie es hier aussieht, wenn die Sonne scheint. Ich glaube da ziehe ich lieber den Privatstrand auf Sanibel Island vor. Regen und kein super Wetter hat eben auch seine Vorteile – weniger Touristen. Vom Strand erstreckt sich der Pier 60 weit ins Wasser. Sehr bekannt ist hier der Sonnenuntergang und das Treiben rund um den Pier 60, wie eine Kinoleinwand und tollen Veranstaltungen.

Wenn man den Pier entlang geht hat man eine tolle Aussich auf Clearwater Beach, um ganz ans Ende zu kommen muss man 1$ zahlen. Hier trifft man auf viele Angler und Pelikane, die hin und wieder mit Fischen gefüttert werden. Meine erste Begegnung mit einem Pelikan in freier Wildbahn von Angesicht zu Angesicht. Eine wunderbare Erfahrung mit einem gewissen Sicherheitsabstand und dann gab es noch eine sehr lustige Überraschung.

 

P I E R  6 0

Die Künstlerin Martha J. Dodd benutzte anscheinend ein Foto von mir für ihr Kunstwerk. Während ich die Delphinstatue fotografisch festhielt, entging auch einigen Passanten nicht die gewisse Ähnlichkeit. „Is that you?“ und zeigten auf die Meerjungfrau. „Not really.“ und lachte. Wer mal in Clearwater Beach am Pier 60 ist, kann meinem Meerjungfrauen Double gerne einen Besuch abstatten. Wäre ich nie dort hin gereist, dann hätte ich es nie erfahren, wer weiß was ich noch alles entdecken werde.

Es war eine tolle Reise mit wundervollen Momenten und mein Schatz an Erinnerung wurde um einiges erweitert. REISEBERICHT – USA FLORIDA – Malabar, Cocoa Beach, Orlando – Der nächste Reisebericht steht schon in den Startlöchern, wie ihr wisst war ich ja gerade in Venedig und dieses Wochenende geht es nach BERLIN.

REISEN ist die beste INVESTITION in schöne MOMENTE und ERINNERUNGEN.

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