Single-Städtetrip – MAILAND

Single-Städtetrip – MAILAND

Hallo ihr Lieben, ich war ja wieder unterwegs und das gleich vorweg, das wird noch öfter passieren. Denn wir erkunden jetzt Europa, nach Mallorca, Rügen, Berlin & Amsterdam war jetzt Mailand dran.

VORGESCHICHTE: Während ich noch ahnungslos morgens vorm Rechner saß und einige Pixel hin und her schubste, klingelte plötzlich mein Handy. Ich ging ran ohne zu wissen, dass dieser Anruf meine Planung ganz schön durcheinander wirbeln würde. Meine Freundin, etwas zu excited: “Wollen wir nach Mailand, Flug für 6 €?” Der Kalender zeigte Oktober, ganz klar, die will mich wohl verarschen. “Nein, super Angebot von Ryanair, die haben ein begrenztes Kontingent, also ja, dann buche ich jetzt.”

SONNTAG – zwei Tage vor Abreise, schleppe ich mich mit Übelkeit noch zum Sport, mit anschließendem Detox-Brunch von Urban-Heros. MONTAG – nichts geht mehr, drehe abends noch zwei Videos für ein Castings und packe nachts den Koffer. DIENSTAG – Tag der Abreise,  stehe ich mit meinen Mädels am Flughafen, NEXT STOP – Milano und tschüß Hamburg. Wo ein Wille ist, ist auch ein Flug & Vomacur 😉

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CIAO MILAN – Anreise

Nachdem wir den ersten Hamburger Schneeflocken einfach davon geflogen sind, landeten wir im sonnigen und viel wärmeren Mailand. Am Flug gab es nichts auszusetzen, Essen, Trinken kann man an Bord auch kaufen. Der Flughafen Mailand-Bergamo liegt circa eine Stunde von der Innenstadt entfernt. Im Vorfeld hat unser El Navigator (meine Freundin) den Shuttlebus in die City (Hin- & Rückfahrt liegt bei 10 Euro) und unsere Unterkunft, drei Stationen vom Zentrum entfernt, für pro Nacht inklusive Frühstück 17,50 gebucht.

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Am Bahnhof in der Stadt haben wir uns dann die MILANO-CARD (48 Stunden) für 13 € gekauft. Diese Karte enthält einige Vergünstigungen, bei denen man sehr gut bei Museen und Restaurants sparen kann.

Unterkunft

Klein, aber fein. Wir hatten ein eigenes Bad, einen großen Spiegel, den hatten wir in Amsterdam ja nicht, zwei Betten und einen Balkon. Die Dusche war etwas klein und es klang so, als wenn meine Freundin darin randalieren würde. Kein Wunder, dass wir uns über diese Geräuschkulisse amüsierten und jedes Mal anfingen “Reiß die Hütte ab” zu singen, sobald jemand duschen ging. Das Frühstück war minimalistisch, aber satt wurde man trotzdem. Schokocroissant am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

SIGHTSEEING – Single unterwegs in Mailand

Noch am Anreisetag ging es in die Stadt, zur Galleria Vittorio Emanuele II., welche direkt gegenüber dem Dom liegt. Hier kann man herrlich shoppen, aber dazu später mehr.

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Am nächsten Morgen ging es früh raus und ich hatte meinen ersten Kaffee, also Cappucchino, seit drei Tagen. Schonprogramm für den Magen. Mit der U-Bahn ging es sechs Stationen zum Mailänder Dom.

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Duomo di Milano

Ein wahnsinnig imposantes Bauwerk, ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Die filigrane Arbeit, die hohen Säulen, die zu einer Zeit entstanden, als es noch keine Kräne gab. Daher lag die Bauzeit auch bei fast zweihundert Jahren, von 1386 – 1572 und ganz vollendet war der Dom da immer noch nicht.

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Galleria Vittorio Emanuele II.

Danach ging es shoppen, ok, die Galleria ist nicht ganz meine Preisklasse und wenn ich jetzt auch noch offenbare, dass mich die Designer-Geschäfte relativ kalt ließen, kann ich jedem empfehlen ein wenig Window-Shopping zu betreiben und sich die Gestaltung der Schaufenster anzusehen. Von der Architektur der Galleria ganz zu schweigen, besonders schön die Glaskuppel in der Mitte.

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Das verhängnisvolle Loch

Während ich die Galleria bewunderte und mir alles genau ansah, bemerkte ich, wie meine Freundin sich immer wieder drehte. Ich dachte sie sei bekloppt, aber sie erklärte mir ihr Verhalten, dass das ein bekanntes Ritual sein soll, wenn man seinen Schuh in das kleine Loch im Boden steckt und sich dreht. Humbug und wir gingen weiter, kamen allerdings am Abend wieder daran vorbei und sie suchte den Stier mit dem Loch. Relativ schnell wurde sie fündig und meinte, dass das Glück bringen soll.

Glück kann man immer gebrauchen, also drehten wir uns alle noch einmal. Am nächsten Tag im Bus googelte unsere Freundin das Ritual und sie wurde auf einmal relativ still. Meine andere Freundin, die von Anfang an der richtigen Meinung war, sah sie an und meinte:”Das ist doch ein Fruchtbarkeitsritual oder.” Stille “Ähm, ja.” ganz leise. Also als Single irgendwelche Fruchtbarkeitsrituale durchzuführen … sehr suboptimal, sehr suboptimal. Es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als alle keinen Sex mehr zu haben, sicher ist sicher. Eigentlich hätte ich auch selber darauf kommen können, denn das Loch war an einer Stelle, die weniger für Glück steht, aber definitiv für Fruchtbarkeit.

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La Rinacente

La Rinascente ist eine italienische Warenhauskette und lässt Fashionherzen höher schlagen, also meins war kurz vorm Herzinfarkt und theoretisch hätte ich dort Bankrott gehen können. Haus und Hof verpfänden, um so viele schöne Dinge zu kaufen, aber nein, ich bin ja vernünftig und reise mit Handgepäck.

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I Dodici Gatti, ein Restaurant mit Geschichte

Ihr solltet dem I Dodici Gatti unbedingt ein Besuch abstatten. Mit der MilanoCard erhält man dort 20 % Rabatt. Das Restaurant ist so versteckt, dass wir mit Google gescheitert sind und eine Weile umher irrten. Ein paar Mal nachgefragt näherten wir uns unserem Ziel. Im noblen TownHouse Galleria Hotel gelegen, das Hotel hat sieben Sterne, top on the roof befindet sich das Restaurant „I Dodici Gatti“ – übersetzt „die zwölf Katzen“.

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Es war oberlecker und hat uns sehr gefallen, es kommt ein leichtes Gefühl von „Aristocats“ auf. Die Geschichte besagt, dass hier eine betagte Dame mit ihren Katzen gelebt hat. Sie wurde älter und konnte sich irgendwann nicht mehr selbst versorgen. Als sie ging, blieben die Tiere auf dem Dach der Galleria zurück. Selbst bei Mailändern ist das noch ein Geheimtipp.

Single-Städtetrip – MAILAND

Drei wirklich schöne, lustige Tage, so toll, dass wir im Frühjahr wieder dahin wollen. Meine Mädels haben jetzt einen neuen Plan, jeden Monat eine Städtereise, ich werde ständig bei Urlaubsguru, Urlaubspiraten und weiteren Schnäppchenangeboten verlinkt. Kommentar: “Wollen wir dort hin?” ich weiß jetzt schon, bald heißt es wieder ja und Vorfreude ist bekanntlich, die schönste Freude. Ha, wer hätte das gedacht, ich werde noch zum Traveller …

Zusammen addiert hat uns der Trip 100 € gekostet, Shoppen ausgeschlossen 😉

Flug: 12 €
Transfer: 10 €
MilanoCard: 13 €
Unterkunft: 2 x 17,50 € = 35 €
Restaurant 1: 15 €
Restaurant 2: 20 €
= 105 €

Wer war denn schon alles in Mailand und hat weitere Ideen für uns, was wir da noch so machen können im Frühjahr – Restaurants, Bars oder Kultur?

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