Urlaubskolumne – Good Night Amsterdam

Hallo ihr Lieben,

es geht weiter mit dem zweiten Teil meiner Urlaubskolumne. Das Apartment ist quasi unser, überall haben wir es mit Klamotten markiert. Wir können warm duschen, vorausgesetzt die Flamme ist an.

GOOD NIGHT AMSTERDAM

Es geht raus in die Nacht, denn Amsterdam hat auch in der Dunkelheit noch soooo viel zu bieten.

Am ersten Abend waren wir in Begleitung unserer Holländer, sie sind extra aus Den Haag gekommen, gut eigentlich hatte nur eine ein Date und der Freund kam aus Solidarität mit – ein Gruppendate mit fünf Rädern. Wir verstehen uns super, denn die Herren können perfekt deutsch mit Akzent, den ich übrigens wahnsinnig sexy finde. Sie schleppen uns in ihre üblichen verdächtigen Läden, die Umgebung erinnert mich sehr an die Hamburger Schanze nur mit Kanälen. Geh mal Bier holen … denn mein Wunsch nach Wasser wird nicht geduldet, außer natürlich mit Bier, also nimm zwei. Die Lokation wurde gewechselt und vor uns liegt ein längerer Fußmarsch.

Klock, klock, klock, die Gnuheerde, also wir, sind nicht zu überhören, denn hier trägt die einheimische Frau eher flaches und bequemes Schuhwerk, passend zum legeren Look und nur die Touris stöckeln auf ihren Highheels. Ein Königreich für Turnschuhe!

Amsterdam-Nacht

Sternenklarer Himmel, die Stadt erstrahlt im Lichterglanz. “Das ist der Penis von Amsterdam.” und der eine Holländer zeigt auf ein großes Bauwerk gegenüber. “Der ist aber ganz schön groß, ich habe Höhenangst, den besteige ich nicht.” Habe ich das gerade laut gesagt. Alle lachen. Ja, habe ich. Oh, Mann … egal und halte das bauliche Meisterwerk mit der Handykamera fest. Yeah, mein erstes “Penisfoto” und hoffentlich auch das einzige.

Amsterdam-Nacht1

Im Superclub, man beachte die englische Aussprache, angekommen, geht es gleich nach oben. Stuckdecke und majestätische Wände, hier lässt es sich aushalten. Die elektronischen Beats vibrieren durch meinen Körper und wecken die Vorfreude auf diesen Sommer. Später geht es noch nach unten in den Black-Music Bereich. Irgendwie scheint es hier auch keine neuen Songs zu geben, denn es werden nur die bekannten Hits, die wir alle kennen, aus den Neunzigern und Anfang Zweitausender gespielt. Dieses Phänomen kenne ich aus Hamburg. Der alten Zeiten wegen krame ich meinen Hip-Hop-Car-Driver-Move hervor und stelle fest, dass dieser hier auch praktiziert wird, der Holländer tanzt wie ich und gleichzeitig kurbeln wir das Fenster herunter, manuell, damals gab es noch keine Automatik. Wir lachen und ich genieße den Moment.

GOOD MORNING AMSTERDAM

AUFSTEHEN!!! Meine Augen öffnen sich und in der Tür steht meine Freundin, die andere liegt neben mir und verschwindet unter der Decke. “Er ist wieder da!” flüstere ich. “Aufsteh-Hitler.” Und El Comandante grüßt zum Morgenappell, ich habe die Befürchtung, dass ich gleich fünfzig Liegestütze machen muss, was ihren Ton angeht. “Los jetzt Mädels, schlafen könnt ihr, wenn ihr tot seid.”

Recht hat sie. Die Sonne und ein leichter Kater lachen mir ins Gesicht, keine gute Kombi, meine Freundin sieht nicht besser aus, während die andere aus der Dusche schreit “Das Wasser ist kalt.” Flamme an, Sachen an und es geht wieder in die City von Amsterdam.

Amsterdam-Nacht2

GOOD NIGHT AMSTERDAM 2

Ich hatte es mir gerade auf dem Boden mit Wolldecke und Kissen vorm Ofen gemütlich gemacht – das Gasputtel, mein absoluter Lieblingsplatz, als die Stimme meiner Freundin durch das Zimmer hallt “Mädels, kommt mal her.” Sie steht in der Küche und zeigt an die Decke. “War der Fleck gestern auch schon da?” Mein Blick richtet sich zur Decke, die über dem Boiler schwarz ist. So, ich kann mich nicht daran erinnern. “Nein, das waren wir nicht.” aber sicher bin ich mir nicht. Gestern haben wir das nicht gesehen, vielleicht weil wir nicht darauf geachtet haben oder der Fleck wirklich noch nicht da war. Nachher heißt es “Ach das, ja, das waren wir doch.”

Amsterdam-Nacht3

Mit einer leichten Ungewissheit und flachen Schuhen, zog es uns ins Nachtleben, während wir am ersten Abend die Amsterdamer Schanze inspezierten, wunderte es mich gar nicht, als wir dieses Mal auf dem Amsterdamer Hans-Albers-Platz landeten. Den Tipp hatten wir von einer sehr netten holländischen Bedienung erhalten, von einem Lokal, bei dem wir fürstlich gespeist hatten. Die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend. Man könnte glatt denken, man wäre zu Hause. “Mädels, wir Barshippen jetzt.” und betreten die erste Bar, den CHICAGO SOCIAL CLUB. Das Interior ist etwas urig und die ersten und letzten Drinks wandern über die Theke, das reicht für das Wochenende und zugegeben, es ist sooo lange her, das ich Freitag und Samstag unterwegs war, wir wollen nicht übertreiben, sind ja nicht auf Malle.

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Es zieht uns in einen Jazzclub mit Livemusik, in einen Baggerschuppen … da kippt ein Typ doch wirklich meiner Freundin sein Glas mit Absicht auf die Uhr, um sie abzulecken, sie wusste gar nicht, wie ihr geschah und zog erschrocken die Hand zurück, die Uhr wollte jetzt nur noch duschen.

Morgens um vier gab es noch Falafel zum Frühstück, Gewohnheit aus der Heimat und dann ging es mit dem Taxi bei strömendem Regen nach Hause. In Amsterdam, zumindest an diesem Wochenende, regnet es nachts und am Tage scheint die Sonne, sehr vorbildlich, kann Hamburg gerne genauso machen.

TSCHÜSS AMSTERDAM

Der Vorteil an einer Wohnung sind nicht nur die Special Effects, sondern auch die Zeit zum Auschecken, nein natürlich haben wir nicht ausgeschlafen, El Comandante scheuchte uns rechtzeitig in die Stadt und es wurde geshoppt, die Läden haben hier auch am Sonntag auf. Gegen sechs holten wir unsere Koffer und es ging holterdiepolter die Treppen hinunter. Tschüß Amsterdam, bis nächstes Jahr, denn es gibt noch so viel zu entdecken. Den lieben Hamburgern wird hier einiges bekannt vorkommen, obwohl sie noch nie in Amsterdam waren 😉

Am Freitag gibt es den ultimativen Städtereport für eine klasse Singlereise, wo man gut Essen kann, Unternehmungen und die besten Adressen. Ach, und der Fleck, das waren wir nicht, der war schon vorher da 😉

 

Was kann mir schon geschehn? Glaub‘ mir ich liebe das Leben …

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begleitet mich auf meiner Reise durchs (Single)Leben 😉

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