VOTING: Digitalisierte Kommunikation!

Laut einer Abstimmung auf der Jahreshauptversammlung der Deutschen Knigge Gesellschaft, ist eine SMS zum Beziehungsende kein grober Fauxpas der guten Manieren. Autsch, wie ich finde. Denn es zeugt von Respekt und Anstand, sich einer Aussprache zu stellen, besonders wenn die Partnerschaft über eine längere Zeit dauerte. Eine SMS ist da etwas wenig, wenn man sich Bett, Tisch und das Leben geteilt hat.

Mittlerweile ist die zwischenmenschliche Kommunikation digitalisiert, wir tauschen uns aus über SMS, WhatsApp, Facebook, Twitter, ICQ, Skype usw. Wir kommunizieren auf mehr Kanälen denn je, aber wir sprechen nicht miteinander. Vielleicht empfinden wir es auch gar nicht als Mangel, weil Handys, Smartphones und Computer uns das Gefühl geben, sowieso ständig mit anderen in Kontakt und im Austausch zu sein. Vielmehr gewöhnen wir uns daran, zusammen allein zu sein

Gerade in der Kennenlernphase werden diese Kanäle gerne genutzt, hin und wieder habe ich eine Beziehung, eine SMS-Beziehung! So eine Beziehung gibt einem ein gutes Gefühl, denn man ist der Meinung “Er denkt die ganze Zeit an mich!” aber wirklich sehen tut man ihn nur alle zwei Wochen. Selbst das Telefonieren bleibt auf der Strecke und ich muss ehrlich gestehen, wenn mich jemand anruft, bin ich im ersten Moment verwirrt, wieso schreibt er keine SMS! Verrückt oder?! Ja und jetzt lernt man jemanden kennen, man trifft sich und die gemeinsame Zeit ist schön. Nach zwei Monaten passiert es häufiger, dass sich die Wege wieder trennen, denn irgendwann stellt sich jeder die Frage, ist derjenige nur nett oder kann man sich mehr vorstellen. In dieser Zeit ziehen sich einige zurück, plötzlich bekommt man keine SMS mehr, er ist bei WhatsApp und hat die Nachricht gelesen, aber bisher keine Antwort, auch bei Facebook ist er online.

Auf die Frage, wann man sich wieder sieht, kommen Ausreden, wie ich habe keine Zeit, so viel zu tun usw. Sicherlich gibt es Momente im Leben, wo man wirklich keine Zeit hat, aber jemand der einen sehen will, wird dafür sorgen, dass es wieder zu einem Treffen kommt! Und dann irgendwann eine SMS – Inhalt, hier die Kurzversion: Er steht nicht auf mich! In diesem Fall ist eine SMS, ja noch ein Glücksfall, häufig hört man auch gar nichts mehr. Es ist immer einfacher den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, aber für den anderen kann so eine kleine Aussprache sehr befreiend sein, besonders wenn das schon mehrere Wochen oder Monate ging, man intim war und sich Gefühle aufgebaut haben. Und irgendwann ist man selber in dieser Situation und sicherlich wünscht man sich dann auch, dass der andere ehrlich zu einem ist und den Mut dazu hat. Knigge hin oder her, Ehrlichkeit hat noch keinem geschadet.

Es darf wieder gevotet werden: Also in einer Beziehung sind wir uns einig, wer nicht dieser Meinung ist, darf gern kommentieren, eine SMS oder anderes Instrument der digitalen Kommunikation ist einfach schäbig… Aber wie ist es mit der Kennenlernphase,  wie verhaltet Ihr Euch und was würdet Ihr Euch von dem anderen wünschen? (Das Voting ist wie immer anonym).

 Frauen:

Wie verhälst du dich, wenn du merkst, dass der Funke nicht übergesprungen ist?

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Männer:

Wie verhälst du dich, wenn du merkst, dass der Funke nicht übergesprungen ist?

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Quellenangaben: Grafik = 123rf.com / © Cienpies Design

1 Comment

  • Ich verstehe es nicht, wie man per SMS Schluss machen kann, schließlich hat man mal was am Anderen gefunden und sollte ihm dann wenigstens etwas Respekt zollen. Ich würde so etwas immer persönlich machen, auch wenn es vielleicht der schwierigere Weg ist..

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