VOTING: Generation – Digitale Kommunikation! + Video

Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte! Heutzutage  kommunizieren wir mehr denn je, das Spektrum an vielfältigen Kanälen macht es uns einfach, es wird informiert und ausgetauscht über Facebook und weitere Social-Communities, alltägliche Dinge klärt man über Whatsapp, Messengers oder schreibt eine Sms, beruflich wie auch privat werden E-Mails hin und her geschickt, man unterhält sich am Handy, Telefon oder Skype, irgendetwas fehlt noch… ach, ja, ab und zu hat man auch noch eine wirkliche, reale menschliche Begegnung und redet verbal direkt mit seinem Gegenüber.

Immer mehr beobachte ich, dass selbst diese Begegnungen nicht von weiteren digitalen Kommunikationen verschont bleiben, leider. Sicherlich bieten uns die vielen Wege der Kontaktaufnahme auch Vorteile, allerdings sollte man die quantitative Kommunikation nicht der qualitativen vorziehen und dem letzteren mehr Bedeutung und Beachtung schenken.

Back to the roots, denn mich kann man teilweise besser über Rauchzeichen, Flaschenpost oder etwas moderner, mit der Brieftaube erreichen. Wenn ich eine Nachricht nicht sofort beantworte, wissen meine Freunde mittlerweile, dass ich sie keinesfalls ignoriere, sondern einfach nicht so darauf erpicht bin, ständig und überall erreichbar zu sein.

Ich weiß ja nicht, wie ihr das handhabt, aber wenn ich eine Verabredung habe bleibt mein Handy in der Tasche und ist zudem auch noch sehr oft lautlos! Als ich mich letztens mit meiner Freundin zum Essen traf, beobachteten wir ein seltsames Kommunikationsverhalten am Nebentisch. Dort saßen sechs Mädels im Alter von ca 20 – 25 Jahren, alle hatten ihr Smartphone auf dem Tisch abgelegt, abwechselnd leuchtete und vibrierte es, woraufhin zügig das Handy gezückt wurde, ungeniert wurde telefoniert und emsig Nachrichten versendet, das Essen wurde fotografisch festgehalten und höchstwahrscheinlich mit Aufenthaltsort bei Facebook gepostet, später rotteten sich alle zusammen, um noch ein Gruppenfoto online zu stellen. Meine Freundin und ich waren uns nicht sicher, ob wir lachen oder heulen sollen, sind wir mit unseren 31 Jahren zu alt, verwehren wir uns dem Fortschritt oder sind die anderen einfach nicht ganz dicht und wissen eine “normale” Unterhaltung nicht mehr zu schätzen?

Wenn man jemanden kennen lernt, wird man immer seltener nach der Telefonnummer gefragt, mittlerweile wurde sogar Facebook von WhatsApp ersetzt. Ich verweigere immer noch diese Art von Kommunikation und auf die Frage ist meine Antwort bisher: “Isch abe gar kein WhatsApp!” ehrlich gesagt wird das oft als ein Scherz angesehen und ich nicht wirklich ernst genommen, ich meine, wer hat heutzutage schon KEIN WhatsApp?

In der Kennenlernphase ziehe ich es vor mich lediglich real und mit etwas Unterstützung vom Handy (Sms, telefonieren) auf die Person zu konzentrieren. Keine vorzeitigen Freundschaften bei Facebook oder endloses Schreiben per WhatsApp, somit gehöre ich nicht zu denjenigen die sich darüber beschweren, dass er die Nachricht gelesen und noch nicht geantwortet hat und das nach ganzen zehn Minuten!

Amüsant ist auch das Verhalten einiger Pärchen bei Social-Communities. Nicht nur, dass man dank Beziehungsstatus sofort über neue Zustände informiert wird, kommt es auch vor, unweigerlich Zeuge weiterer Entwicklungen zu werden, einige mutieren zu richtigen Reportern um die “Freunde” immer auf dem neuesten Stand wie z.B. Urlaub, Mittagessen und den normalen gemeinsamen Alltag zu halten und uns mit kleinen Herzchen auf deren Pinnwand zu beglücken und gegenseitig ihren Status liken, absurde Formen nimmt das ganze dann an, wenn man als Außenstehender weiß, die sitzen gemeinsam zu Hause, im schlimmsten Fall nebeneinander und kommentieren gegenseitig den Post…! Hilfe!

Ein sehr interessantes Video, welches ein Teil unserer heutigen Gesellschaft wiederspiegelt und einen die Augen öffnet, wie sehr man selber schon Teil davon ist!

Wo soll das ganze noch hinführen? Die Entwicklung der Unterhaltungsmittel schreitet immer weiter voran oder ist es eher ein Schritt zurück der zwischenmenschlichen Beziehung? ES DARF WIEDER GEVOTET WERDEN: Wie ist Eure Meinung und wie haltet ihr das mit der Kommunikation, freue mich über Eure Kommentare und immer fleißig voten 😉 Wie immer ist das Voting anonym.

Wie ist Deine Einstellung zu den verschiedenen privaten Kommunikationsmodellen und welche nutzt Du selber?

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4 Comments

  • Hi!

    Als Mensch, der beruflich wie privat in der IT-Landschaft unterwegs ist, trete ich der Technik recht offen und kontaktfreudig gegenüber – und auch wenn ich mich selber ebenso als 50/50er wie Lisa fühle, komme ich manchmal nicht drumherum, mehr in die eine und in letzter Zeit jedoch immer häufiger in die andere Richtung zu driften – alles ausgeschaltet lassen und sich um die banalen Dingen des Lebens kümmern.

    Dann genieße ich es einfach nur mal draußen zu sein! Mit dem Rad fahren, im Kajak paddeln oder wandern gehen. Ganz ohne Technik geht es zwar auch dort nicht, da ich meine Strecken zum späteren Nachschauen per GPS aufzeichne, aber es tut gut mal NICHT zu wissen, ob Tom’s Katze auf dem Pöttchen war oder Claudia gerade ihren Schlüpper sucht und ihn bei Fred von letzter Nacht liegengelassen hat, den sie in der Disko kennengelernt hat.

    Leicht ist das dennoch nicht, da ich im Grunde niemandem mehr eine SMS schreibe (kostet zu viel!) und die Leute dann über die hiesigen Messenger erreiche. Da muss man sich selber verbieten, gleich nochmal schnell bei Facebook, Google+, Twitter und Konsorten nachzuschauen, ob es neue Updates gibt. Man könnte ja Susi’s Hochzeitsankündigung verpassen. 😉

    Danke für den Beitrag, er regt zum Nachdenken an – wobei bei einigen der betreffenden Kandidaten sicherlich schon Hopfen und Malz verloren ist.

  • Ich bin da so ein 50/50 Typ irgendwie! Für mich ist Whats app z.B. wichtig. Meine Mama ist weit weg gezogen und auch wenn wir oft telefonieren ist es schön ab und zu ein Foto geschickt zu bekommen oder nicht wegen jeder Kleinigkeit anzurufen! Klar würde es auch ohne gehen, aber mit finde ich es schöner! Müsste ich alles per SmS machen wäre mir das zu teuer 😉
    FB nutze ich ehr für Gruppen und nicht um täglich mein Essen zu posten oder zu sagen was ich grade denke. Ich bin auch nicht mit 50384 Menschen “befreundet” und sortiere regelmäßig aus =D
    Instagram finde ich sehr schön weil ich mir gerne Bilder von anderen angucke, ich poste auch selber Sachen, aber nicht so oft!
    Wenn ich mich mit Leuten treffe ist es mir aber z.B. sehr wichtig das man sich unterhält und nicht nur auf sein Handy guckt! Zugegeben gucke ich aber zwischendurch mal drauf, schreib aber nicht immer zurück.
    Naja, also solange es nicht übertrieben ist(so wie in dem Video) finde ich es okay und einfach auch hilfreich! Ohne kann ich es mit tatsächlich nicht mehr vorstellen, auch wenn ich es bestimmt weniger nutze als andere =)
    Trotzdem traurig das manche gar nicht merken wie sehr sie sich ablenken lassen und ganz unruhig werden wenn sie mal 5min. nicht gucken können oder nicht sofort geantwortet wird! Schöner Artikel =)

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