WIE VERLIEBT MAN(N) SICH & WIE GEHT MAN DAMIT UM?

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WIE VERLIEBT MAN(N) SICH & WIE GEHT MAN DAMIT UM?

Liebe ist eines der schönsten Gefühle, korrigiere Verliebtsein ist eines der schönsten Gefühle. Dieses Kribbeln im Bauch, ein Lächeln, welches so wärmend, wie die Sonne strahlt, das Gefühl auf Wolken zu gehen, ach Quatsch, zu schweben und man am liebsten die ganze Welt umarmen möchte. Kein Wunder, dass jeder danach strebt sich zu verlieben, es ist schließlich ein Rausch der Gefühle und es fühlt sich so gut an ODER NICHT … Differenzen, Macken, blödem Verhalten, wird Dank der rosaroten Brille darüber hinweg gesehen und stattdessen durchflutet einen noch ein warmer Schauer von Glücksgefühlen.

  • FREUDE & GLÜCK: Die bloße Präsenz oder der Gedanke an die geliebte Person kann ein Lächeln auf dein Gesicht zaubern und allgemeines Wohlbefinden auslösen.

  • AUFREGUNG & EUPHORIE: Die Vorfreude auf ein Treffen mit ihr/ihm, romantische Gesten, eine Nachricht oder das Kennenlernen können ein Gefühl von Aufregung und Euphorie hervorrufen. Wenn man verliebt ist, fühlt man sich oft aufgeregt und erwartungsvoll.

  • NERVOSITÄT & KRIBBELN IM BAUCH: In der Anfangsphase der Verliebtheit können Nervosität und „Schmetterlinge im Bauch“ auftreten. Das Herzklopfen, die zittrigen Hände und die leichte Nervosität sind häufige Anzeichen.

  • SEHNSUCHT & VERLANGEN: Die Sehnsucht nach der geliebten Person kann stark sein, insbesondere wenn sie nicht in der Nähe ist oder auf Distanz geht. Das Verlangen nach dessen Anwesenheit, Berührung und Nähe kann die Gefühlswelt gerade bei jemanden mit Verlustangst erheblich durcheinander bringen.

  • HOFFNUNG & OPTIMISMUS: Verliebt neigt man dazu, optimistisch in die Zukunft zu blicken und positive Erwartungen für die Beziehung zu hegen. Aufgrund der Hoffnung verschwimmt die Realität – wie jemand wirklich ist, mit der Vorstellung – wie man jemanden gerne hätte. Sicherlich auch ein Grund, weswegen die Hoffnung zuletzt stirbt. Man hält an der Vorstellung fest, wie schön es sein könnte, anstatt sich an der Realität zu orientieren.

  • EMPATHIE & VERBUNDENHEIT: Verliebtheit geht oft mit einem starken Gefühl der Empathie und Verbundenheit einher. Man möchte die Bedürfnisse und Gefühle des anderen verstehen und für einen da sein.
ACHTUNG VERLIEBT – nicht alle Gefühle und Verhaltensweisen fühlen sich für dich immer gut an, unangenehme Gefühle sind keine schlechten Gefühle, sondern viel mehr Botschaften an dich, dass du hier ein Thema hast, mit dem du nicht im reinen bist und dich verunsichert.
  • SELBSTLOSIGKEIT & HINGABE: In der Verliebtheitsphase kann es passieren, dass der Fokus sich von einem selbst auf die neue Bekanntschaft verschiebt, man aufgrund frühkindlicher geprägter Verhaltensmuster zu einem Anpassungs- und Gefallenmodus neigt. Man verhält sich so, wie die andere Person es wohl erwarten würde. Ständige Abrufbereitschaft und Verfügbarkeit, mehr auf die Bedürfnisse des anderen zu achten – sind Anzeichen dafür. Hingabe an das Wohl des Partners steht im Vordergrund. Je mehr man versucht dem anderen nahe zu sein, desto mehr entfernt man sich von sich selbst. Manche sind hier sogar bereit sich für die geliebte Person zu „opfern“.

  • ANGST VOR ABLEHNUNG & VERLUST: Trotz der vielen positiven Gefühle kann die Verliebtheit auch Ängste auslösen. Gerade Verlust- und Bindungsängstler produzieren mehr Stress- als Glückshormone. Nach einem kurzen Hochgefühl entstehen Ängste (Ursache liegen oft in der Kindheit oder negativen Beziehungserfahrungen) und Schutzstrategien werden aktiviert. Die Schutzmechamismen waren als Kind hilfreich, jedoch führt es als Erwachsener mehr zur Selbstsabotage. Die Angst vor Ablehnung oder dem Verlust der geliebten Person kann vorhanden sein, da das Risiko emotionaler Verletzlichkeit besteht.

WIE VERLIEBT MAN(N) SICH

Das Verliebtsein ist ein komplexes emotionales Phänomen, das durch eine Kombination von psychologischen, neurobiologischen und sozialen Faktoren entsteht. Hier haben ich einige Schlüsselfaktoren, die zur Entstehung von Verliebtheit beitragen können, aufgelistet:

  • PHYSISCHE ANZIEHUNG: Die physische Anziehung ist oft der erste Auslöser um sich zu verlieben. Attraktivität spielt eine Rolle und bestimmte Merkmale, sowohl äußerlich als auch innerlich, können eine starke Anziehungskraft auslösen. Das Gehirn findet jemanden automatisch sympathisch, wenn eine Person uns an jemand anderen erinnert, wie z.B. Vater, Bruder (oft datet man die Familie), aber auch die Ähnlichkeit zu einem Schauspieler oder Sänger.

  • GEMEINSAME INTERESSEN & WERTE: Das Teilen von gemeinsamen Interessen, Werten oder Lebenszielen kann eine tiefere Verbindung schaffen. Die Entdeckung von Gemeinsamkeiten kann ein Gefühl der Vertrautheit und Verbindung fördern.

  • GEFÜHL DER VERBUNDENHEIT: Das Erleben von Gemeinsamkeiten, das Verstehen der Gedanken und Gefühle des anderen, sowie das Gefühl, auf einer emotionalen Ebene verbunden zu sein, tragen zur Entstehung von Verliebtheit bei.

  • EMOTIONALE INTIMITÄT: Das Teilen von persönlichen Emotionen und Erfahrungen fördert eine tiefere emotionale Intimität. Das Gefühl, verstanden und akzeptiert zu werden, kann starke emotionale Bindungen auslösen, aber auch Ängste. Gerade jemand mit Bindungsangst, dessen Bedürfnisse stark in der Autonomie (Freiheitsgefühl) liegen, hat eher selten Akzeptanz und Verständnis erlebt. Das „neue“ Erleben irritiert und aktiviert die Bindungsangst, weswegen Bindungsängstler nach schönen Momenten, oft Distanz (Schutzstrategie) suchen.

  • HORMONELLE VERÄNDERUNGEN: Hormone spielen eine entscheidende Rolle, wenn du verliebt bist. Die Freisetzung von Hormonen wie Dopamin, Oxytocin und Vasopressin während der Verliebtheitsphase trägt dazu bei, positive Gefühle, Bindung und Liebe zu verstärken. Bei Verlust- und Bindungsangst werden vermehrt Stresshormone wie Cortisol, Adrenalin, Noadrenalin produziert und Serotonin reduziert.

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Bei Verliebtheit spielen verschiedene Hormone eine entscheidende Rolle und können verschiedene körperliche und emotionale Reaktionen auslösen. Oxytocin, Vasopressin, Dopamin, Serotonin … – dieses komplexe Zusammenspiel aus Botenstoffen ist mit dafür verantwortlich, weswegen du dich so gut, aber auch so schlecht fühlst. Hier geht es zum BEITRAG.


  • ROLLE DES DOPAMINS: Dopamin ist ein Neurotransmitter, der mit Belohnung und Vergnügen in Verbindung steht. Wenn man verliebt ist führt die verstärkte Ausschüttung von Dopamin zu einem euphorischen Gefühl, das oft als „Schmetterlinge im Bauch“ beschrieben wird.

  • MENTALE & EMOTIONALE ANZIEHUNG: Die mentale Anziehung, die von intellektuellen Gemeinsamkeiten und emotionalen Verbindungen herrührt, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Gefühl, auf geistiger Ebene mit jemandem verbunden zu sein, kann starke Gefühle der Verliebtheit auslösen.

  • ZEIT & NÄHE: Verliebtheit kann sich im Laufe der Zeit entwickeln, insbesondere wenn man Zeit miteinander verbringt und sich besser kennenlernt. Nähe und regelmäßiger Kontakt können die Entstehung von Verliebtheit begünstigen.

  • INTERPRETATION & VORSTELLUNG: Manchmal verliebt man sich mehr in die Vorstellung von jemanden, als in die reale Person. Man malt sich aus, wie schön alles sein könnte, wie toll er sein könnte. Problem, das Gehirn ist nicht in der Lage zwischen der Vorstellung und der Realität zu unterscheiden. Daher parallele Traumwelten vermeiden und stattdessen lieber die Persönlichkeit des anderen erforschen.

Nicht alle Faktoren wirken bei jedem in gleichem Maße und die Kombination dieser Faktoren variiert von Beziehung zu Beziehung. Es gibt mehrere Arten um verliebt zu sein, die hormonelle Verstimmung ist nur eine von vielen. Gerade das Feuerwerk basiert mehr auf Ursachen wie Fortpflanzung und ausgelöste Emotionen, primär durch Ängste, weniger romantisch und teilweise basierend auf ungesunden Verhaltensmustern. Wichtig ist auch zu unterscheiden zwischen Verliebtheit, welches oft das Anfangsstadium in romantischen Beziehungen ist und kann sich im Laufe der Zeit in tiefere Formen der Liebe (neuronale Bindung) weiterentwickeln.

& WIE GEHT MAN DAMIT UM?

Das Verhalten, wenn man verliebt ist, kann von Person zu Person unterschiedlich sein, abhängig von den Umständen, der eigenen Persönlichkeit und den beteiligten Personen. Wenn bei dir das Verliebtsein auch negative Gedanken hervorruft, Ängste dich blockieren und für Unsicherheit und Instabilität sorgen, werden dir hier deine Themen aufgezeigt, mit denen du arbeiten kannst, um dich weiterzuentwickeln. Gerade während einer Kennenlernphase, kann man lernen mit der Verliebtheit so umzugehen, dass es sich für einen wieder leicht anfühlt.

  • SELBSTBEWUSSTSEIN ENTWICKELN: Reflektiere über deine eigenen Gefühle und erkenne an, dass Verliebtheit ein vorrübergehender Zustand ist. Selbstbewusstsein hilft dabei, die eigenen Emotionen zu verstehen und zu akzeptieren. Unterscheide, ob es sein Verhalten ist, die diese Gedanken und Gefühle auslösen, oder ob es deine alten Verletzungen sind, die reaktiviert wurden.

  • VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN: Für dich selbst, denn alles was der andere macht, liegt nicht in deinem Handlungsbereich. Wenn man immer dem Außen die Schuld für die eigene Misere gibt, ist man ein Opfer der äußeren Umstände. Hier fühlt man sich dann oft ausgeliefert, machtlos, aber so ist es nicht wirklich. Es sind die eigenen Entscheidungen, Verhaltensmuster, die einen in unangeneme Situationen bringen können. Indem man die Verantwortung für seine eigenen Anteile der Dynamik übernimmt, verlässt man die Opferhaltung und wird handlungsfähig.

  • KOMMUNIKATION FÖRDERN: Ängste werden größer, wenn man nicht darüber spricht. Auch wenn man es nicht möchte, begleiten sie einen und sind auch spürbar für den anderen. Man weiß gar nicht warum man sich so unwohl fühlt und entwickelt dann den Gedanken – irgendwie fühlt sich dessen Anwesenheit gar nicht mehr gut an. Wenn man als die Ängste anspricht, löst man sich auch gleichzeitig auf und sie können im Verborgenem nicht mehr ihre Eigendynamik entwickeln.

  • REALISTISCHE ERWARTUNGEN SETZEN: Setze realistische Erwartungen und erkenne an, dass Verliebtheit nicht zwangsläufig zu einer festen Beziehung führen muss. Akzeptiere die Möglichkeit, dass die Gefühle nicht gegenseitig erwidert werden könnten.

  • SELBSTPFLEGE BETREIBEN: Während der Verliebtheitsphase neigt man dazu, viel Energie in die Beziehung zu investieren. Vergiss dabei nicht die Selbstpflege. Sorge für dich selbst und behalte deine eigenen Interessen und Aktivitäten im Auge. Immer wenn du denkst – Ich habe so viel investiert. Immer bin ich diejenige, die sich meldet. DANN IST ES ZEIT, DEINE ENERGIE IN DICH ZU INVESTIEREN, um einen Ausgleich zu schaffen und in Balance zu bleiben.

  • GRENZEN SETZEN: Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und sicherzustellen, dass du in einer gesunden Weise mit deinen Gefühlen umgehst. Jeder hat seine eigenen Grenzen, respektiere die Grenzen des Anderen und achte darauf, dass du selbst respektiert wirst.

  • PERSÖNLICHES WACHSTUM: Nutze die Verliebtheitsphase als Gelegenheit für persönliches Wachstum. Lerne mehr über dich selbst, den Unterschied zwischen deinen Bedürfnissen ohne jemanden kennenzulernen und innerhalb einer Kennenlernphase. Oft neigt man dazu die eigenen Individualbedürfnisse zu vernachlässigen, wenn man jemanden kennenlernt. Es sind gerade die Indidualbedürfnisse, die dich stabilisieren, sobald sie vernachlässigt werden, kann deine Stimmung kippen und wenn der andere dann noch auf Distanz geht, hast du nichts mehr, was dich noch über Wasser hält.

  • FREUNDSCHAFTEN PFLEGEN: Treffe dich weiterhin mit Freunden, verabrede dich ohne für den Anderen ein Zeitfenster frei zu halten. Warten fühlt sich vieeeeeeeel länger an, wenn man sich nicht mit etwas anderen beschäftigt. Je ausgeglichener dein Lebensstil ist, deine Glückshormone durch mehrere Faktoren entstehen, wirst du dich sicherer und stabiler fühlen.

  • ABLENKUNG SUCHEN: Ablenkung kann hilfreich sein, um nicht ständig über die Verliebtheit nachzudenken. Beschäftige dich mit anderen Aktivitäten, konzentriere dich auf Arbeit oder Hobbys, es ist wie ein Puffer, der deine Gedanken abschwächt und dafür sorgt, dass du nicht in eine negativ Spirale fällst.

  • PROFESSIONELLE HILFE IN BETRACHT ZIEHEN: Wenn die Verliebtheit zu starken emotionalen Belastungen führt oder schwer zu bewältigen ist, kann die Unterstützung durch einen Therapeuten oder Berater hilfreich sein. Erkennst du eine Verlustangst bei dir, dann buche ein KOSTENLOSES ERSTGESPRÄCH bei mir. In meinem COACHING bin ich speziallisiert auf die Themen Verlust- und Bindungsangst. Ich unterstütze dich dabei deine Themen aufzulösen und gebe dir Kenntnisse, Resourcen und Fähigkeiten an die Hand, mit deinen Gedanken & Gefühlen umzugehen, um entspannt in der Kennenlernphase zu bleiben.

SELBSTSICHERHEIT & STABILITÄT

Es gibt nicht die eine „richtige“ Art, wenn man verliebt ist, damit umzugehen, da dies stark von der individuellen Persönlichkeit und den Umständen abhängt. Es ist ein Zusammenspiel aus SELBSTWERT, SELBSTBEWUSSTSEIN & SELBSTVERTRAUEN, welches durch SELBSTLIEBE entsteht. Wenn man lernt die eigenen Gefühle zu respektieren, gesunde Entscheidungen zu treffen und sich in einer unterstützenden Umgebung aufzuhalten, dann hast du immer jemanden der auf dich achtet – DU SELBST. , wenn man verliebt

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