Keine Zeit für Dates – wie wäre es mit einem After-Work-Date?

Single – Keine Zeit für Dates

Der #SchlechtesteDaterinDerWelt geht gerade an mich. Falls sich einige fragen, warum jemand sich nicht mehr nach einem tollen Date meldet. Obwohl die Person meinte, dass man sich auf ein Wiedersehen freuen würde, erhält heute von mir eine Antwort. Warum haben manche keine Zeit für Dates?

Es ist höchstwahrscheinlich anders als man denkt. Es ist weder eine Hinhaltetaktik noch der Weg des geringsten Widerstandes, um eine direkte Abfuhr zu umgehen. NEIN, es liegt einfach daran, dass die Karten jeden Tag neu gemischt werden. Eins ist gewiss, in den seltensten Fällen liegt es an dir.

 

Keine Zeit für Dates

Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich. Wenn jemand sich die Zeit nicht nimmt, dann hat es weniger mit dir zu tun, sondern viel mehr mit demjenigen selbst. In diesem Fall mit mir. Eine andere Sichtweise, denn es ist nicht immer nur „Er steht nicht auf dich“, wenn jemand keine Zeit hat.

Online-Bekanntschaften

Da ich mittlerweile nicht mehr dazu neige in digitale Kommunikationen mit fremden Männern hineinzuinterpretieren als nötig, besteht auch keine wirkliche Bindung. Es ist ein Bild, welches Nachrichten schickt und über sich erzählt, nicht mehr und nicht weniger. „Wir können uns ja mal treffen?“ – und meine Antwort „Ja, gerne“, war ehrlich und genau so gemeint, zumindest in diesem Moment. Das war vor Ostern!

Es kann passieren und ich denke, jeder hat es schon einmal, hust, hust, hust, öfters erlebt, dass die Kommunikation langsam im Sande verläuft. Interessanterweise melden sie sich dann doch wieder, irgendwann Wochen später, wenn sie schon im gedanklichen Nirvana bei mir verschwunden sind.

Oder ich melde mich Wochen später und ich ploppe plötzlich in der Gegenwart bei jemanden wieder auf.

Real-Life Bekanntschaften

Im Gegensatz zu den Online-Bekanntschaften besteht hier schon eine kleine Verbindung. Man hat ein paar Stunden miteinander verbracht und eine gemeinsame Erinnerung an diesen Moment. Je positiver das Zusammensein war, desto schönere Gefühle verbindet man mit dieser Person. Jetzt der absolute Knaller – ich hatte leichte Verliebtheitsgefühle und während ich gerade darüber schreibe, durchströmt mein Körper ein wärmender Schauer – danke HIRN. „Ja, gerne“, war meine Antwort auf seine Frage, ob wir uns wiedersehen und das ist mittlerweile auch schon wieder ein paar Wochen her. Dabei war es nichts als die Wahrheit, dass ich ihn unbedingt wiedersehen möchte.

#SchlechtesteDaterinDerWelt

Bei wem sind jetzt einige Fragen entstanden?  Ich versuche, Euch mal einen Einblick in meine Gedankenwelt zu bringen. Ich bin gerade quasi der Typ, den einige bevorzugt als Arschloch betiteln. Weil er nicht hält, was er verspricht, man der Meinung ist, er würde ein Spiel spielen und das noch mit gaaaanz vielen anderen Frauen. NEIN, so ist es nicht, zumindest bei mir.

 

Ich habe keine Zeit für Dates, weil ich meine Zeit zu viel nutze.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht richtig nutzen.

Die Zeit ist kostbar und die Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt. Jede Zeit, die ich in mich investiere ist sinnvoll, denn diese Zeit bleibt bei mir. Wenn ich mir Zeit nehme, um Dinge zu tun, die mich glücklich machen, werde ich Zeit haben zum Glücklichsein.“ Auszug aus einem Artikel von mir und genau diese Einstellung wird meinen Dates zum Verhängnis.

Ich erlebe so viele tolle Dinge, konsumiere wahnsinnig viele schöne Momente und bin SATT. Ich bin so etwas von BEFRIEDIGT eine leichte Überdosis an neuen Leuten kennenlernen, Spaß, Freude, Abenteuer und neuen Erlebnissen. Ihr wisst ja, wenn der Durst gestillt ist, hat man keinen Durst. Die Hormone sind auf einem zufriedenen Level und Sehnsucht hat da nur wenig Chancen.

 

Ein kleiner Blick auf meinen Terminkalender, den ich mittlerweile führe, sagt mir, dass diese, nächste und übernächste Woche schon wieder komplett verplant sind. KINO, TANZ IN DEN MAI, PRESSDAYS, FOOD-TRUCK-FESTIVAL, HAFENGEBURTSTAG, KROATIEN, EINWEIHUNGSPARTY, BRUNCH & OSTSEE.

„Ja, gerne“, fühlt sich nun mehr wie ein Strick um den Hals an, der sich immer weiter zuzieht, welchen ich mir selbst umlege, da ich meinen Worten ja noch gerne nachkommen möchte – nur wann …

Work-Life-Date-Balance

Ist bei mir völlig im A…. zu viel Life & Work. Dieses bewusste Leben hat einen großen Vorteil – man ist auch ohne Partner glücklich. Es sind lediglich Hormone und schöne Momente, die einen glücklich machen. Ich kann jeden auch sehr gut verstehen, der darauf so gar keine Lust hat, dieses warten, besonders wenn man wirklich darauf wartet, kann einem schon den Tag vermiesen. Das Ego, welches einen kleinen Seitenhieb erfährt, wenn der andere sich nicht mehr meldet. Die Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Es ist ok, wenn man den Kontakt abbricht, wenn einem etwas nicht gut tut, sollte man es lassen.

Denn da Single nicht gleich Single ist, wird es kompliziert, wenn ein Single, welcher auf der Suche nach einem Partner ist, auf einen glücklichen Single trifft. Denn mit aller Wahrscheinlichkeit ist die Timeline voll – Hobbys, Freunde, Unternehmungen und Karriere. Da einen Termin für ein Date zu finden, besonders wenn es ein Blind-Date ist, wird schwierig – ihr wisst ja, keine wirkliche Bindung.

Aber da hätte ich was 😉

Das After-Work-Date

Keine Zeit für Dates, wie wäre es mit einem After-Work-Date? Nach der Arbeit trifft man sich in einem Café, Bar oder Restaurant und lernt sich kennen. Das Date-to-Go, einfach und unkompliziert, für den Anfang reichen ja zwei Stunden und dann entscheidet es sich, ob man sich wiedersieht. Und wenn jemand „Ja, gerne“, sagt, dann ist es in diesem Moment genauso gemeint, aber ihr wisst ja, die Karten werden jeden Tag neu gemischt.

Es ist selten gespielt, manche Menschen leben auch einfach nur ihr Leben. Deswegen nehmt es nicht persönlich, wenn jemand sich nicht mehr meldet – er kennt einen ja gar nicht, es ist keine Ablehnung Eurer Person, sondern viel mehr die Zeiteinteilung des anderen und manchmal ist es mehr der Moment, der nicht passt, weil man  gerade zu sehr mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist.

After-Work-Date-Outfit

Die Bluse & Jeans Kombination ist immer eine gute Wahl. Blusen sehen immer etwas schick aus und durch die Ergänzung der Jeans, wirkt das Outfit etwas lässiger und kann auch sehr gut bei einem Date getragen werden, ohne dabei steif zu wirken. Diese Marlene-Jeans von CLOSED besitze sie schon seit Jahren und alle Jahre date ich sie wieder. Dazu die rot-gestreifte Bluse von ZARA, die Weste ist von CARLA JONES und die Tasche, ein Hauch von Gucci von SassyClassy.

Viel Spaß beim LEBEN, DATEN oder nicht DATEN 😉

Weitere Artikel rund ums DATING und ein paar Outfits zur Inspiration:

GHOSTING – Man sieht sich immer zweimal! Ich bin ’s, Julia, der freundliche Geist! Zu meiner Verteidigung, die schlimmste Phase habe ich hinter mir. Und ja, geläutert und schämen tue ich mich auch. Kein DATE ist auch Mal eine Lösung – Es gibt immer wieder Phasen im Singleleben, da ist RÜCKZUG eine hervorragende Alternative um zu ENTSPANNEN – die DATE-DETOX-KUR. Dating Rocks – Komfortzone verlassen – mein Comeback nach der Date-Detox-Kur.

3 Comments

  • Hallo liebe Blog-Erstellerin,

    Nicht die kreativste Anrede, das gebe ich unumwunden zu, aber ich probiere es mal so für den Anfang und ich wollte auch nicht darauf verzichten. Der Spagat aus Unhöflichkeit und Distanzschaffung ist in jedem Fall kein einfacher und deshalb hoffe ich, dass es für Sie in Ordnung ist, wenn ich im Laufe meines Kommentars erstmal beim Siezen bleibe. 🙂

    Ihren Blog habe ich am 14.02.2015 um 0:26 Uhr entdeckt (wofür Lesezeichen beim Surfen im Netz so alles gut sein können^^), als ich mal wieder ob meines Singledaseins unglücklich war, und seitdem verfolge ich die Seite mal mehr, mal weniger intensiv.
    Ich fand und finde es wirklich spannend, zum Thema Beziehung & Singledasein die Meinungen und Erlebnisse aus Sicht einer weiblichen Person zu erfahren. Egal welcher Typ von Single man selber ist, mich zumindest hat es ein Stückchen in meinem Leben weitergebracht und die Auseinandersetzung mit anderen Ansichten halte ich für sehr wichtig (selbst wenn man sie nicht teilt).

    Ich weiß selber, wie viel Arbeit man in solche Texte stecken kann, da ich in meiner Freizeit gerne Berichte für ein Fußballforum schreibe. Je nach Umfang kann man da schon ohne Probleme einen halben Wochenendtag dran verbringen, alles schön und sauber auszuformulieren und bei Ihnen kommt ja noch die Arbeit durch das Knipsen und Einbinden der Fotos und der ganze andere Kram, den ein eigener Blog halt so mit sich bringt, dazu.
    Deshalb auch mal auf diesem Weg und weil die Anzahl der Kommentare bestimmt nicht allzu groß sein dürfte: Vielen Dank für Ihre Mühe, Ihren Aufwand und die ganze Liebe, welche Sie in den Blog investieren.
    Ich finde sowohl Ihren Schreibstil als auch das Layout sehr ansprechend, wobei ich der Meinung bin, dass es in dem einen oder anderen Beitrag etwas weniger Caps Lock sein darf. Ansonsten mag ich Ihren Blog wirklich gerne und hoffe, dass Sie noch lange Spaß daran haben werden, Ihre Leser zu verwöhnen. 🙂

    In dem Zuge würde mich mal brennend interessieren, was passiert, wenn Sie nicht mehr Single sind. Wird der Blog vielleicht umbenannt und mit neuen Themen gefüllt? Oder hoffen Sie insgeheim, dass dieser Fall in absehbarer Zeit nicht eintritt? 😉

    Ich hatte mir eigentlich schon länger mal vorgenommen, einen ausführlicheren Kommentar zu schreiben. Einerseits, weil es Ihnen als Blog-Erstellerin eine Rückmeldung gibt, dass andere Menschen gerne Ihre Texte lesen und Ihre Arbeit wertschätzen. Andererseits, weil es mich bereits seit Wochen kribbelt, meine Meinung zum einen oder anderen Thema kundzutun. Dafür passt der aktuelle Beitrag wirklich gut und ich nehme mir jetzt einfach mal die Zeit, dass zu schreiben, was ich schon längst wollte.

    Keine Zeit für Dates? Ich finde, diese Überschrift beschreibt perfekt mein Gefühl, wenn ich Ihre Texte der letzten Monate gelesen habe. Mir kam es immer eher so vor, als dass Sie das Dating um des Dating Willens durchgezogen haben. Das soll weiß Gott keine Kritik sein, denn mir steht es nicht zu, über die Art und Weise der Gestaltung des Lebens anderer zu urteilen. Aber ich bin überzeugt, dass man mit der Einstellung die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Partner fürs Leben zu finden, deutlich herabsetzt.
    Ich halte Sie für eine wirklich gut aussehende Frau mit vielen Interessen, welche vielen spannende und abwechslungsreiche Aktivitäten nachgeht, viele Dinge ausprobiert, in ihrer Arbeit und ihren Hobbys aufgeht und einfach das Leben genießt und so nimmt, wie es kommt. Das sind ganz tolle Eigenschaften, aber das sorgt natürlich auch dafür, dass die Ansprüche an einen potenziellen Partner deutlich steigen, bzw. völlig gerechtfertigt hoch sind. Zu was führt das? Der Kreis an interessierten Männern ist vergleichsweise zu anderen Frauen sehr groß und deshalb muss man auch viel mehr potentielle Personen daten und Kontakte aufbauen, um überhaupt seine eigenen Ansprüche zu erfüllen. Dadurch hat man dann notgedrungen weniger Zeit für den Einzelnen. Wobei Sie ja sowieso ein sehr kontakt- und feierfreudiger Mensch sind, wie man ihren Beiträgen so entnehmen kann. 🙂
    Dass dann Kontakte auf der Strecke bleiben, ist fast unvermeidbar.

    Trotzdem nehme ich es jemandem irgendwo übel, wenn er sich plötzlich nicht mehr meldet und das gilt sowohl für Mann als auch Frau. Wir sprechen hier von Dating und nicht vom kurzen Plaudern mit einem Fremden an der Käsetheke eines Supermarkts. Dating sollte zwar in seiner Wichtigkeit nicht extrem überhöht werden, aber es steht doch ein gewisser Anspruch dahinter. Der Anspruch, sein Gegenüber besser kennenzulernen. Der Anspruch, während gemeinsamer Treffen und Gespräche auszuloten, ob man sich mit der Person keinen weiteren Kontakt, eine Freundschaft oder vielleicht sogar eine Beziehung vorstellen kann. Wenn das letztere nicht gegeben ist, würde ich nicht von einem Date sprechen, sondern eher von einem ungezwungen, freundschaftlichen Treffen. Sowas macht unglaublich viel Spaß, aber die erste Intension ist halt nicht, denjenigen auf seine Beziehungsfähigkeit abzuchecken.
    Aber um auf das Thema des sich Meldens zurückzukommen: Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, offen und ehrlich über die Dinge zu kommunizieren, welche grade relevant sind. Und jemandem zu sagen, dass er nicht für eine Beziehung oder eine Freundschaft infrage kommt, gehört einfach zum guten Ton.

    Genauso sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, Zeit und Energie in den Kontakt mit einem anderen Menschen zu investieren. Der technische Fortschritt und die damit verbundene Verbreitung von Social Media hat doch dazu geführt, dass heutzutage die meisten Leute gefühlt unendlich viele Kontakte haben, aber nur die wenigsten gut pflegen. Es ist schlicht nicht möglich, neben Arbeit, ggf. Studium, Hobbys und Familie noch mit einer schier endlosen Anzahl an Menschen ausreichend zu kommunizieren. Lieber weniger Freunde und Kontakte haben, dafür diesen ausreichend Zeit schenken, die es nun mal benötigt, um den Menschen die Wertschätzung zu zeigen, welche sie verdienen.
    Der allgemeine Trend, der dadurch angestoßen wurde, zeigt sich dann schlussendlich auch in den ganzen Angeboten für Singles in Form von Singlebörsen, -portalen und -Apps. Immer mehr, immer unkomplizierter, immer mehr durchstrukturiert und durchgeplant. Die ständige Angst vieler Menschen, etwas zu verpassen. Für mich hört sich das mehr nach Stress als nach Spaß an. Es spricht nichts dagegen, glücklich als Single sein Leben zu gestalten und zu begehen. Und das schließt auch nicht aus, andere Menschen zu daten.

    ABER, und da frage ich mich dann schon zurecht, warum muss man auf Dates gehen, wenn man eigentlich tief im Inneren weiß, dass der eigene Zeitplan so voll und das eigene Leben so erfüllend und zufriedenstellend ist, dass man zurzeit eigentlich keinen Partner will/braucht? Das ist doch unfair dem anderen gegenüber, der vielleicht mit ganz anderen Erwartungen zu dem Date gekommen ist. Wo wir wieder bei offener Kommunikation wären. Unser eigener Schweinehund blockiert uns manchmal ganz schön und dann traut man sich nicht, einfach mal Klartext zu reden:
    „Du, ich finde dich wirklich nett, aber ich bin momentan nicht auf der Suche nach einem Date oder Partner. Trotzdem würde ich dich gerne kennenlernen und über eine Freundschaft wäre ich sehr erfreut, weil ich wir viele Gemeinsamkeiten haben.“
    Oder:
    „Hey, als ich dein Profil gelesen habe, hatte ich direkt das Gefühl, das könnte passen. Und da ich mir mehr vorstellen könnte, würde ich dich sehr gerne um ein Date bitten.“

    Vielleicht bin ich auch einfach noch zu jung und unerfahren, aber wir Menschen machen es uns doch selber viel zu schwer. Es ist keine Frage von Zeit, keine Frage von Konvention und auch keine Frage von irgendwelchen Ratgebern und Onlinetipps. Es hängt einzig und alleine von unserer inneren Einstellung ab und wie wir unser Leben gestalten wollen. Dazu gehört auch die Partnersuche und wenn man denn wirklich nicht alleine durchs Leben gehen will, dann muss man das auch so kommunizieren und seinen Anteil dafür leisten. Und wenn ich eben für mich zum Schluss komme, dass ich ein volles Leben habe, ich ohne Partner eigentlich glücklich bin oder sonstige Gründe habe, die gegen eine Partnerschaft sprechen, dann teile ich das mit. Wer seine Vorstellungen versteckt und unter Verschluss hält, darf sich irgendwo nicht beschweren, dass sie am Ende verletzt werden.

    Ich wünsche Ihnen wirklich das Allerbeste auf Ihrer Suche nach Mr. Right und denke, dass Sie ihn eines Tages auch finden werden. Sie haben die besten Voraussetzungen dafür und haben sich ja schon lange und intensiv mit dem ganzen Themenkomplex auseinandergesetzt. 🙂
    Kein Date kann aber trotzdem manchmal für einen gewissen Lebensabschnitt keine schlechte Sache. Einfach nur, um sich mal sich und seiner eigenen Anspruchs- und Gedankenwelt bewusst zu werden. Das finde ich besser, als etwas zu machen, wenn man vielleicht eigentlich das Gegenteil wollte. Das ist fairer gegenüber der anderen Person und erspart einem selber Gefühlschaos und Gedankenachterbahn.

    Wobei sich wieder einmal zeigt: Liebe, Männer und Frauen, Dating, Beziehung und Trennung…das ist alles so furchtbar anstrengend, kompliziert und doch zugleich so erfüllend und wichtig für die eigene Persönlichkeit. Ohne das Auf und Ab und die Freude und den Schmerz wären wir nicht das, was uns als Menschen ausmacht.
    Auf das wir alle noch ganz viele tolle Erfahrungen sammeln werden und der Blog lange bestehen bleibt. 😀

    Mit besten Grüßen aus Hamburg
    Aetherhauch

    • Vielen Dank für diesen ausführlichen und zum Nachdenkenden Kommentar. Um gleich auf die erste Frage zurück zu kommen, ob Single oder nicht, hier bleibt alles so wie es ist. Hier geht es ja auch um die Persönlichkeitsentwicklung und die kann man immer weiter ausbauen.

      Was Dates angeht habe ich auch eine sehr freie Haltung, wenn ich jemanden kennenlerne, dann interessiert mich der Mensch dahinter, ob es dann mehr wird entscheiden die kompatiblen Pheromone und ob es etwas Festes wird, die Lebenseinstellung und der Charakter. Das kann man allerdings nicht beim ersten Date herausfinden, das braucht Zeit. Zudem differenziere ich nicht zwischen Treffen ind Dates. Freunde treffe ich, (fremde) Männer Date ich.

      Klar ist es von Vorteil, wenn jemand sich sozusagen bevor er wieder aus dem Leben verschwindet, sich abmeldet. Ich erwarte das zwar nicht mehr und kann auch sehr gut mit Ghosting leben. Manchmal habe ich Lust auf ein Date und manchmal eben nicht, es ergeben sich ungeplant neue Termine und dann bevorzuge ich auch mal die Couch als eine Plauderei irgendwo mit jemanden. Das Leben ist bis zu einem Teil planbar, aber ich bin frei für neue Entwicklungen, wenn ich mich verliebe und es passt, dann wird man sehen wie es sich entwickelt. Liebe Grüße Julia

      • Hallo Julia,

        Es freut mich, dass Du mir auf meinen Kommentar geantwortet hast. Ich bin ehrlich, eigentlich hatte ich damit nicht mehr gerechnet. 😀
        Ebenfalls begrüße ich das weitere Bestehen Deines Blogs über die Grenzen verschiedener Lebensentwürfe hinaus und stimme Dir zu, dass Persönlichkeitsentwicklung natürlich nicht an die Frage „Beziehung oder Single“ gekoppelt ist. Vermutlich ist sogar das genaue Gegenteil der Fall, denn Persönlichkeitsentwicklung kann nur in ausreichendem Maße stattfinden, wenn man mit verschiedenen Situationen, Menschen und Ansichten konfrontiert wird und sich damit auseinandersetzen muss. Deshalb habe ich auch keinen Zweifel daran, dass Du mir da weit voraus bist, immerhin hast Du schon sowohl Single- als auch Beziehungsphasen durchlebt. 😉

        Deinen zweiten Absatz finde ich sehr spannend, muss ich gestehen. So hab ich das bisher noch nicht betrachtet. Für mich bedeuteten Dates immer, dass ich mehr als nur normales Interesse an einer Frau habe. Ansonsten habe ich das ganze mehr als eine Art freundschaftliches Treffen gesehen. Und ich finde, es gibt nichts schlimmeres, als ein Treffen/Date zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen. Einer geht immer frustriert oder zumindest mit einem unsicheren Gefühl nach Hause. Allerdings ändert sich momentan dahingehend meine Meinung und ich sehe das mittlerweile auch eher so wie Du.
        In dem Rahmen „kompatible Pheromone“ würde mich mal Deine Meinung interessieren, ob man weitere Dates oder auch eine Beziehung bestreiten kann, wenn man keine oder kaum (Verliebtheits-)Gefühle mitbringt. Jeder Mensch zeichnet sich meiner Meinung nach durch sein ganz persönliches Verhältnis Ratio vs. Emotio aus, was darum entscheidet, wie häufig man sich verliebt. Die rosarote Brille verschwindet nun mal irgendwann und dann zeigt sich ja erst, ob der oder die andere für einen der passende Partner ist. Wenn man nun keine allesversperrende Brille auf der Nase hat, muss das ja per se erstmal kein Nachteil sein. Vor allem, was machen Menschen (wie ich…leider), bei denen die Ratio sehr deutlich die Emotio überwiegt? Der vernunftorientierte Denkansatz ist im Leben sicher häufig von Vorteil, aber bei Beziehungsfragen sind ein Zerdenken und ein zu ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis eher kontraproduktiv.
        Wäre auf jeden Fall mal ein cooles und faszinierendes Thema für einen Beitrag von Dir. 🙂

        Ghosting verstehe ich aber nicht. Warum macht man das? Es bringt einem doch nichts, plötzlich einen anderen Menschen zu ignorieren oder sich einfach nicht mehr zu melden. Im Normalfall kennt man denjenigen dann schon etwas besser durch einige Dates/Treffen/Unternehmungen, hat gequatscht, sich ausgetauscht und selbst wenn schlussendlich nicht mehr als ein netter Kontakt oder vielleicht auch eine gute Freundschaft daraus wird…ist das so wenig wert, dass Ghosting eine ernsthafte Alternative werden kann?
        Ich kann ja da nur mit meiner Sichtweise argumentieren, aber ich finde es deutlich leichter und befreiender, einer Frau sagen zu müssen, dass von meiner Seite kein weitergehendes Interesse besteht, als bei eigenen Gefühlen zu diesen stehen zu müssen. Da hab ich eine ganze Ecke weniger Bammel vor. Ich persönlich freue mich über jeden neuen Kontakt im Leben und sehe einfach keinen Grund, plötzlich jemanden zu schneiden. Das heißt ja nicht, dass man keine Zeit für sich selber abzweigen soll. Aber dann kann man das doch genauso kommunizieren, andere Menschen können ja nicht riechen, wie man grade drauf ist und was für Prioritäten man in seinem Leben setzt. Phasen, in denen man sich viel mit sich selber auseinandersetzt, sind immens wichtig.
        Nichts desto trotz bleibe ich dabei: Wenn man an einer Person interessiert ist, dann bricht man nicht den Kontakt ab. Zeit ist das wertvollste Gut, was man seinem Gegenüber schenken kann. Mir z.B. ist in dem Moment die Konversation mit Dir wichtig, ergo antworte ich Dir auch ausführlich und fertige das nicht in zwei Sätzen ab oder schreibe gar nicht mehr. Sowas finde ich ganz schrecklich.
        Allerdings hast Du selber ja mal einem deiner älteren Beiträge von (ich meine) 2014 von einer Party berichtet, wo du einen Mann getroffen hast, den du anscheinend schon kanntest und selber – sagen wir mal – etwas unschön ignoriert hast. So gesehen kann ich deine Haltung dazu schon verstehen, vielleicht handhabst du da ja auch mittlerweile anders. 😉
        Tja, und eine Couch besitze ich leider nicht. Kommt aber noch bei mehr Wohnraum. 😀

        Spontanität und Freigeist sind auf jeden Fall super Dinge, die einem das Leben erleichtern. Viele Dinge kann man auch gar nicht beeinflussen, sondern muss sie auf sich zukommen lassen. Wichtig ist nur, dass man dabei offen für Neues bleibt.

        Liebe Grüße
        Fabian

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