Einseitiges, zweiseitiges Kennenlernen!

Kennt ihr das Buch “Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus”, ich habe es vor langer Zeit mal gelesen und letztens viel es mir wieder in die Hände, natürlich habe ich sofort darin geblättert und bin auf mehrere interessante Ansichten gestoßen die super zu meiner Themenwoche: Kennenlernphase passen.

„Kaum jemand würde widersprechen, wenn man behauptet, dass Männer und Frauen verschieden sind. Die meisten jedoch wüssten nicht, wie genau sie diesen Unterschied definieren sollten.“  (John Gray)

John Gray, der Autor beschreibt das menschliche Verlieben in vier Phasen. Die Phasen des Verliebens spielen sich angeblich bei den allermeisten Frauen folgendermaßen ab:

  1. geistige Anziehung
  2. emotionale Anziehung
  3. körperliche Anziehung
  4. seelische Verbundenheit 
  1. Also, ich als Frau habe angeblich als erstes Interesse an seiner Person, sein Auftreten, die Art und Weise, wie er redet. Selbstbewusstsein, Hilfsbereitschaft, beruflicher Erfolg (damit ist kein Millionär gemeint!), sein Charakter weckt das Interesse und ich möchte mehr über ihn erfahren.
  2. Während der Kennenlernphase, beginne ich mich emotional zu ihm hingezogen zu fühlen. In seiner Nähe fühle ich mich wohl.
  3. Nachdem nun die Hormone auf Hochtouren arbeiten, möchte ich ihm auch körperlich nah sein.
  4. Nach der dritten Phase, fange ich an mich zu verlieben und würde eine tiefere Verbindung eingehen.

Natürlich kann ich mich in jeder “Phase” aus irgendwelchen Gründen, gegen ihn entscheiden. Ok, in den meisten Fällen trifft dieses auf mich zu, wobei es auch schon mal Momente gab, wo mich als aller erstes die körperliche Anziehung packte und ich den Typ gedanklich nackt sah, es könnte sein, dass das ein oder andere Tröpfchen Alkohol eine Mitschuld dafür trägt, denn besoffen ist nur eine Abkürzung für besonders offen, naja, laut dem Test bei Paarship, habe ich ja auch eine ausgeprägte männliche Seite 😉

Kommen wir nun zu den Männern, denn die Verliebtheit unterteilt sich in die gleichen vier Phasen, allerdings ist die REIHENFOLGE eine andere:

  1. körperliche Anziehung
  2. emotionale Anziehung
  3. geistige Anziehung
  4. seelische Verbundenheit 
  1. Also das Erste, was ein Mann für mich als Frau empfindet, ist rein körperliches Interesse. Er mag meine Figur und meine Art der Bewegungen, auffallen tut ihm mein Po, Augen und Haare. Aber ich besitze in seinem Augen das gewisse “Etwas” und er würde mich am liebsten sofort vernaschen.
  2. Er lernt mich näher kennen und fühlt sich wohl in meiner Nähe. Zu seinem bisher nur körperlichen Interesse gesellt sich ein Gefühl der Zärtlichkeit. In der Phase der emotionalen Anziehung möchte er gerne viel Zeit mit mir verbringen.
  3. Jetzt beginnt er auch geistiges Interesse für mich zu entwickeln. Er empfindet nicht nur meine Nähe als angenehm, sondern er beginnt sich für meine Person zu interessieren. Er mag meinen Charakter, meine Sicht über Dinge und Art und Weise, er interessiert sich für meine Freunde und Familie.
  4. Nun beginnt sich sein Herz für eine gemeinsame Zukunft zu öffnen. Er mag mich so, wie ich bin, inklusive Spezialeffekte und ist bereit für eine tiefere Bindung.

Natürlich kann er sich in jeder “Phase” aus irgendwelchen Gründen, gegen mich entscheiden. Um eine männliche Sichtweise zu erhalten, setzte ich meinen damaligen Freund über diese Ansichten in Kenntnis und fragte ihn, ob er konform damit geht. Seine Antwort: “Ja!”, ok ich hatte auch nichts anderes erwartet, denn wenn ich unsere Kennenlernphase revue passiere, lief sie genauso ab und war von Anfang an zweiseitig. Allerdings fügte er dem noch hinzu: “Ja, aber die körperliche Anziehung, kann mit der emotionalen Anziehung an einem Treffen erfolgen.” Sehr schön, also wollte er mich nicht nur vernaschen, sondern fühlte sich in meiner Nähe wohl und wollte viel Zeit mit mir verbringen 😉

Hier habe ich mal meine Kennenlernphasen revue passieren lassen und die damit Verbundenen Erfahrungen herausgefiltert, um die Unterschiede zwischen Einseitiges-Kennenlernen und Zweiseitiges-Kennenlernen zu definieren. 😉

einseitiges-kennenlernen

  • Auf versendete Nachrichten, gibt es sporadisch lapidare Antworten und keine Gegenfrage.
  • Auf die Frage: “Wollen wir uns am Wochenende sehen?” erhält man die Antwort: “Zeit hätte ich schon, aber ich muss mal fragen, was meine Freunde machen!”
  • Es wird ein Treffen kurzfristig abgesagt ohne ein neues Treffen, in den nächsten Tagen auszumachen.
  • Wenn man mehr damit beschäftigt ist, darüber nachzudenken, als zu genießen.
  • Wenn das Telefon, Handy zum Feind wird!
  • Jemand sich nicht mehr meldet.
  • Während man zusammen unterwegs ist und das Date anderen die Telefonnummer gibt oder küsst.
  • Wenn immer etwas dazwischen kommt, wenn man sich treffen möchte.
  • Wenn jemand sagt: “Ich bin noch nicht bereit für eine Beziehung!”
  • Wenn jemand nicht möchte, dass man die Freunde oder Familie kennenlernt.
  • Wenn man herausbekommt, dass die andere Person sich noch mit anderen trifft.
  • Wenn jemand mehr körperliche Interesse hat, als jemanden kennenzulernen.

Oft bekommt man ein Gefühl, nämlich wenn sich die anfänglichen Schmetterlinge in Flugzeuge verwandeln, nicht selten werden die kurz darauf dann abgeschossen, also horcht, was Euer Bauch dazu sagt 😉

zweiseitiges-kennenlernen

  • Wenn man an jemanden denkt, ohne darüber nachzudenken.
  • Wenn man nicht das Gefühl bekommt, auf einen Anruf oder Nachricht zu warten.
  • Wenn er und sie sich abwechselnd melden.
  • Wenn der andere sich Zeit für einen nimmt und umgekehrt.
  • Wenn man zusammen Sachen unternimmt.
  • Wenn man zueinander sagt, dass man sich gern hat.
  • Wenn man das Wochenende zusammen verbringt.
  • Wenn jemand Freunde und Familie kennenlernen möchte.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wenn es von beiden Seiten passt, Timing ist oft ein mieser Verräter, auch einfach ist und nicht kompliziert, denn der Liebe leichte Flügel tragen mich und nicht die Schatten der Zweifel 😉 Allerdings steht man sich auch gerne selber im Weg, wenn man zu große Erwartungen hegt und sich und den anderen unter Druck setzt.

Ich bevorzuge ja, das einfach laufen lassen und mal gucken, was sich entwickelt und ich genieße den Moment so lange es mir gut tut. Ohne Krampf und Erwartungen, alles nebenbei und konzentriere mich primär auf mich. Und sollte es irgendwann etwas Ernsteres werden, erst dann mache ich mir wirklich Gedanken darüber.

Falls ich etwas vergessen habe, schreibt mir gerne Kommentare.

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1 Comment

  • Oh sehr spannend zu lesen, wie Männer und Frauen sich in den Phasen der Verliebtheit bzw. deren Reihenfolge unterscheiden. Ich hab das Buch “Männer sind anders. Frauen auch.” gelesen. Ich meine das ist vom gleichen Autor? Das ist einfach so unglaublich. In der Frau habe ich mich zu fast 100 % wiedergefunden, und ich habe so vieles über die Männerseite gelernt… ich dachte ich les nicht richtig!! 😀 Vielleicht sollte ich das von dir erwähnte Buch auch mal lesen, denn das scheint auch sehr interessant zu sein!

    Liebe Grüße,
    Maj-Britt

    http://www.dailymaybe.de

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