Ich brauche keinen Mann … zum Glück!

Ich brauche keinen Mann ... zum Glück!

Die Basis einer stabilen Beziehung ist – WENN MAN ALLEINE GLÜCKLICH IST, denn dann ist der Partner eine WAHL und KEINE NOTWENDIGKEIT – Wie soll ich es sagen, ich brauche keinen Mann – ZUM GLÜCK.  Genau wie die Technologie schreitet auch immer mehr das Wissen über zwischenmenschliche Beziehungen voran. Während früher Konzepte wie „Wahrheit“, „Richtigkeit“ oder auch moralische Vorstellungen auf von Menschen geschaffenen – teils auch recht willkürlichen – Konzepten beruhen, welche sich in der Gesellschaft stabilisiert haben. Ist es heute die Wissenschaft, die uns die neuesten Erkenntnisse näher bringt und noch viel wichtiger, die eigenen Erfahrungen, welche dafür sorgen gewisse Normen zu hinterfragen.

Früher war alles besser

Früher war alles besser, ist man sich da wirklich sicher? Es war einfacher ohne Frage, jeder bekam seine Rolle, seine Schublade und es herrschte Ordnung. Ein Theaterstück nach Drehbuch zu performen, bei dem jeder seine Rolle auswendig kann, ist wesentlich einfacher als ein Improvisationstheater bei dem jeder macht, was er will. Hier gibt es doch einige Überraschungen, weil es echt ist und jeder sich frei entfaltet. Vorhang auf für die Fünfziger.

Nach Kriegsende hatte man den sehnlichen Wunsch nach Normalität, aber es ist auch die Zeit des Wirtschaftswunder und dem Bestreben nach Weiterentwicklung.  In der das Leben und der Wert einer Frau über den Platz an der Seite ihres Ehemannes bestimmt wurde. Die Suche nach einer neuen weiblichen Identität und die ersten Schritte, dank Rock ’n‘ Roll, der Gleichberechtigung der Frauen dieser Generation. Hier prallen Welten aufeinander, ein Kampf zwischen Prüderie und Emanzipation für ein selbstbestimmtes Leben beginnt.

Ich in den Fünfzigern

Von der Trümmerfrau zum Heimchen am Herd. Ich glaube, ich wäre in den Fünfzigern mit meiner JETZIGEN Einstellung ziemlich aufgeschmissen gewesen. Schon immer war ich rebellisch, nur weil die Gesellschaft der Meinung ist, zu wissen, was gut für einen ist und an Traditionen und bestimmten Werten teilweise krampfhaft festhält. Hinterfrage ich das, ob dieses auch das Richtige für mich ist und ob es sich für mich richtig anfühlt. Die zweite Stufe der Reflexion – abstrakte Konzepte bewusst erkennen. Vom Elternhaus direkt ins Eheglück. Damals wäre ich mit siebzehn verheiratet gewesen, meine Eltern hätten sonst meinen zukünftigen Ehemann auf Schadensersatz verklagen können, da er mich immerhin in einen skandalTRÄCHTIGEN Zustand gebracht hatte.

Die perfekte Ehefrau

Unverheiratet schwanger ging ja nun einmal gar nicht, also wurde man gezwungen diesen Fehler mit einer Heirat zu korrigieren, dann war die Welt wieder in Ordnung. Laut einer Werbung von 1950 hätte ich genau zwei Fragen, die mich in meinem Leben beschäftigen: Was soll ich anziehen?Und was soll ich kochen? Meine Rolle ist klar strukturiert, KOCHEN, PUTZEN, KINDER KRIEGEN, ich bin für das Wohl meines Mannes und der Kinder verantwortlich. Das Dasein als Hausfrau wäre nicht nur meine Bestimmung, sondern als richtig gute Ehefrau auch meine Erfüllung. Die Waschmaschine wäre wohl meine liebste Erfindung, neben dem Staubsauger.

Jeden Tag müsste ich für IHN abends ein warmes Essen zubereiten, mich aufhübschen, um ihm zu gefallen. Das Haus blitzeblank halten und seine Gesprächsthemen als wichtiger erachten. Ich darf mich nicht beschweren, wenn er zu spät kommt oder über Nacht weg bleibt. Wer weiß, was der arme Kerl für einen stressigen Tag und Nacht hatte … mit seiner Sekretärin. Wenn er mit mir meckert, dann ist er unzufrieden und ich muss dafür sorgen, dass er sich wieder besser fühlt. Mit einem Lächeln sehe ich ihn an und frage ihn, ob ich ihm etwas als Entschädigung zu trinken reichen kann. Ich darf nicht nachfragen, er ist der Hausherr und ich habe dazu kein Recht. Unfassbar, er macht sie runter und sie macht ihm Kaffee … Ja, so war das damals, bestätigte meine Mama von der Seite. Der hätte sich den Kaffee schön selber machen können, erwidere ich. Ich weiß, ergänzt meine Mama.

Eine gute Frau weiß wo ihr Platz ist, nämlich hinter ihrem Mann.  Bis 1977 konnte mein Ehemann mir verbieten zu arbeiten oder falls er es mir erlaubt hatte, konnte er, ohne es mit mir abzusprechen, meinen Job kündigen, wenn er der Meinung war, ich würde meinen häuslichen Pflichten nicht nachkommen. Opfere dich – ER ist der Chef. Aus dem Handbuch der „Perfekten Ehefrau“.

 

Die Skandalnudel

Da sehe ich mich schon eher, ich wäre eine dieser Frauen, die mehr den Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung haben, als eine Ehefrau zu werden. Entweder hätte ich mein Leben sehr ungeniert gelebt und wäre irgendwann in die Psychiatrie eingewiesen worden. Dort hätte man versucht, mir mit etlichen Stromschlägen  diesen Unfug auszutreiben. Unter diesem  Aspekt hätte ich mich vielleicht auch der Gesellschaft gebeugt, wie Hannelore Cremer, die damals mehr bekannt war unter dem Namen Frau Renate. Sie war das Werbegesicht von Dr. Oetker, welche in den Fünfzigern die perfekte Hausfrau verkörperte.

Sie wurde damals unehelich schwanger, musste heiraten und um es mit ihren Worten zu sagen: „Ich wusste schon beim Standesamt, dass das keine gute Idee war.“ Der Schein trügt, nach außen spielte sie die perfekte Hausfrau und wird nicht nur zur Werbe-Ikone, sondern auch zum Vorbild vieler Frauen. Dabei war es nur eine Rolle, wie sie später in einem Interview zugab, kann sie gar nicht kochen und lernte alles nur auswendig, welche Ironie. Das wäre ungefähr so, wenn ich jetzt sage „Ich Parshippe jetzt.“

Single in den Fünfzigern.

Als Singlefrau war man quasi ohne Mann von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ein Barbesuch ohne Begleitung eines Mannes war unsittlich, mit einer anderen Frau ebenfalls nicht gern gesehen. Eine Frau ohne Mann nachts unterwegs sei Freiwild. Auch andere gesellschaftliche Aktivitäten ohne männliche Begleitung – undenkbar. Sich in der Öffentlichkeit zu betrinken, ein Skandal und wenn, landete man am Ende in der Psychiatrie.

Ein Korsett von etlichen Regeln und Vorstellungen, wie eine gute Frau zu sein hat. Was passiert mit einem Korsett wenn man es zu eng schnürt? Entweder bekommt man keine Luft mehr zum Atmen und fällt in eine Ohnmacht oder es platzt. Eine Scheinwelt wurde erschaffen, musste vielleicht erschaffen werden, um weiterleben zu können, aber zum Glück kam dann der Rock ’n‘ Roll …

Ich brauche keinen Mann

Ich habe wirklich Glück, ich brauche keinen Mann. Mein Leben rocke ich auch ganz gut ohne. In meiner Wohnung lebe ich alleine, früher war das nur mit Trauschein möglich. Mit meinen Mädels kann ich durch Bars ziehen oder alleine unterwegs sein. Die Rollenverteilung verschwimmt immer mehr und jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich, ich muss mich keinen Wünschen oder Bedürfnissen unterordnen, ich kann, wenn ich es für richtig halte. Bei mir sieht es aus, wie bei Hempels unterm Sofa, weil ich meine Prioritäten gerade anders verteile zum Beispiel auf das Schreiben. Ich laufe in Jogginghose herum und fühle mich großartig und viele Herren der heutigen Zeit, mögen den eher lässigen Look am Sonntag.

Ich muss nicht heiraten und kann mein Leben selbst bestimmen, es selber gestalten, mich weiter entwickeln. Kein Korsett welches mich einengt. Keine gesellschaftlichen Zwänge, denen ich mich beugen muss. Meine freie Meinung äußern und Entscheidungen treffen. All das ist heute selbstverständlich, Dank Rock ’n‘ Roll und den Frauen, denen es eben nicht genug war nur die Rolle der perfekten Ehefrau zu sein, sondern den großen Wunsch nach Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung verspürten zum Glück. Gut, es gibt natürlich immer noch ein paar die alles lieber fein säuberlich geordnet haben wollen und den damaligen Traditionen hinterher trauern.

Heute kann ich mich natürlich auch gegen den Beruf und für Hausfrau und Mutter ENTSCHEIDEN, ihr ahnt es schon, dass das nicht mein Leben ist.

Der moderne Mann braucht keine Frau ... zum Glück und hilft ihr auch nicht

Er ist eigenständig, kann manchmal besser kochen als die Frau, wäscht und bügelt seine Sachen selber und das auch noch knitterfrei. Sein Heim hält er sauber und hat seinen eigenen Einrichtungsstil, minimalistisch, klar ohne viel Schi Schi. Von einer Frau würde er nie erwarten, während eines Streits einen Kaffee zu bekommen, eher duckt er sich vorausschauend vor den fliegenden Tellern. Zielstrebig geht er seinen Bedürfnissen nach und setzt seine Träume um. Macht Nägel mit Köpfen und trifft Entscheidungen.

Es gibt dieses Video im Netz, da sagt ein Mann – ICH HELFE MEINER FRAU NICHT, ich fasse es mal kurz zusammen. Er hilft ihr nicht die Wohnung zu putzen. Er putzt, weil er mit dort lebt. Er hilft ihr nicht beim Kochen, er kocht weil er mit isst. Er hilft ihr nicht das Geschirr zu waschen, er wäscht es ab, weil er es auch benutzt. Er hilft ihr nicht bei den Kindern, er kümmert sich um die Kinder, weil es auch seine Kinder sind und es seine Aufgabe als Vater ist. Er hilft ihr nicht bei der Wäsche, weil es auch seine Wäsche und die seiner Kinder ist. Er ist kein Helfer zu Hause, er ist ein Teil des Hauses.

Der Fortschritt

Heute haben wir die Möglichkeit, weder finanziell noch emotional von einander abhängig zu sein. Früher bestand das Konzept aus zwei Personen, die jeweils ein Bein hatten und sich ergänzten und dann zusammen zwei Beine hatten und dadurch mehr Halt. Heute können wir vier Beine haben und für noch mehr stabilität sorgen, das sollten wir nutzen. Man begegnet sich auf Augenhöhe. Die Selbstverwirklichung und die Selbstliebe nehmen zu, alte Traditionen werden gebrochen und neue eigene erschaffen.

Wegwerfgesellschaft, von wegen, dieser Spruch „Wir sind in einer Zeit aufgewachsen, in der man kaputte Dinge repariert hat.“ Denn sie wussten nicht was sie tun … in einer Zeit mit Fokus auf Selbstliebe und Reflexion, die damit verbundene Akzeptanz und das Bewusstsein jemand so zu lassen wie er ist und so anzunehmen, da geht viiiiiiiiiiiiel weniger kaputt und man muss nichts reparieren!

ICH BRAUCHE KEINEN MANN, mein Partner ist eine Wahl mit dem Bewusstsein, dass ich auch hervorragend ohne ihn leben kann, aber ihn trotzdem an meiner Seite haben WILL. Diese Erkenntnis wirkt unglaublich befreiend und macht glücklich.

Noch eine kurze wahre Geschichte aus den Fünfzigern zum Schluss. Meine Oma war mit ihrer Freundin in der Stadt shoppen. Erst am Abend kam sie heim. Ihr Ehemann brüskiert und leicht verzweifelt: „Mensch, wo warst du denn die ganze Zeit, ich habe so einen Hunger.“ Meine Omi mustert kurz meinen Opa und antwortet: „Wieso, den Kühlschrank habe ich doch nicht mitgenommen.“ 😉 Meine Oma war eine von vielen … zum Glück und DANKE.

„Wer gerne mal einen Ausflug in die Fünfziger machen möchte, der geht zu PETTICOAT & NIERENTISCH in Hamburg, dort erwarten Euch nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch tolle Geschichten der Fünfziger Jahre. Nimmt Euch ein wenig Zeit mit, denn da kann man so viel entdecken. Wenn man vorher fragt kann man auch tolle Bilder dort machen, wie ihr seht 😉

Mein Outfit:

Jumpsuit: Mademoiselle Yéyé
Jacke: SassyClassy (reduziert)
Armbänder: Grethe Winter
Schuhe: Stradivarius

Weiterer Lesestoff: Frauen kann man so leicht manipulieren … – das ist weder meine Meinung, noch meine Wortwahl, sie kam von einem Mann. Meine erste Intention war EINSPRUCH, allerdings nach der Vervollständigung seines Satzes ahnte ich, worauf er hinaus wollte. Nach der EMANZIPATION, wird es Zeit für die MANNZIPATION – „Wir Frauen haben vor 200 Jahren begonnen uns zu emanzipieren, haben aber dummerweise versucht uns alleine zu emanzipieren. Die Männer haben jetzt vor 30 Jahren angefangen aufzuwachen … Generation – Beziehungsunfähig (Beziehungsunfähig durchgestrichen) zwischen den Stühlen, die Zeit zwischen alten Traditionen & Werten und der Selbstliebe, wo viele immer noch nicht ihren Platz gefunden haben und rastlos nach etwas suchen, was ihnen Halt gibt. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

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8 Comments

  • Hehe, coole Geschichte am Ende, deine Omi ist klasse! 🙂
    Und du ja sowieso. Ich bin froh, dass wir heutzutage in einer Welt leben, in der wir als Mann sowie als Frau frei entscheiden können, was wir tun oder nicht tun wollen. EIniges ist vielleicht noch verbesserungswürdig, aber prinzipiell können wir uns doch wohlfühlen.
    LG!

    • Ja, das war sie. Ich mein, ich wurde quasi von zwei emanzipierten Frauen großgezogen und einem Vater, der meine Omi und meine Mama sehr schätzt … da kann ja nur so etwas, wie ich entstehen 😉 Absolut, ich bin den Frauen so Dankbar für dieses Erbe, dass wir die Chance haben zu sein, wer wir sind und wer wir sein wollen. Ich denke der Prozess ist noch nicht abgeschlossen und einige Dinge werden sich mit den Jahren verändern 😉

  • „Blutete mir mein feministisches Herz“ – ich hab die Filme (sind ja mittlerweile 2) auch gesehen, auch eher zufällig drüber gestolpert und mir hat mein Herz auch einige Male geblutet. Schon allein, als Monika gezwungen wird mit diesem Herrn Frank nochmal auszugehen, nach allem, was passiert ist! Da war bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht.
    Ich glaube, ich wäre wie Du wohl auch eher die Skandalnudel gewesen in der Zeit 😀 Aber gleichzeitig weiß man das ja auch nie wirklich, denn man nimmt die Zeit und Umstände ja mit dem Blick aus dem Heute auf das Damals wahr.
    Gut jedenfalls, dass es schon damals unabhängig denkende Frauen, wie deine Oma gab! 🙂 LG Julia

    • Das war so schlimm, ich war fassungslos und vor allem wie zum Teufel, die Mutter so etwas gut heißen konnte. Da erkennt man die verklärte Realität, die Scheinwelt, die aufgebaut wurde. Bei dieser Szene war ich erst sprachlos und dann habe ich geschimpft. Besonders schlimm finde ich ja, dass ich sogar mehr und mehr den Herrn Frank verstehe, durch die Tiefsinnigkeit seines komplexen Charakters. Auch eine arme Seele in Not, unterdrückt vom Vater, auf der Suche nach Anerkennung mit gelebter Gleichgültigkeit. Mit fatalen Folgen. Blickt man zu lange in einen Abgrund, wird man selber einer … im dritten Teil kommen die sich auch noch näher, obwohl er sie so verletzt hat … es bleibt spannend 😉

      Meine Omi, war schon immer so, sie wurde aber auch durch den Krieg gezeichnet und entwickelte dadurch eine noch größere emotionale Stärke, was die alles erlebt hat, sie hat nie gejammert oder sich beschwert, es ist wie es ist und wir machen das Beste daraus, damit bin ich groß geworden …

      • Ja, ich bin auch echt gefesselt von den Filmen…gestern, als ich von der Arbeit kam, direkt den dritten angeschaut! 😀 Hast schon Recht, Herr Frank ist ein komplexer Charakter, was sein Handeln im 1. Teil natürlich längst nicht rechtfertigt, aber man kommt nicht umhin, gewisse Sympathien für ihn zu entwickeln.
        Schimpfen hab ich mich auch öfter gehört, während ich die Filme sehe, ich schätze das bleibt nicht aus, wenn man mit gewissen Selbstverständlichkeiten aufgewachsen ist, wie, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss – weder von Eltern noch Partnern. Die Sache ist ja, um nochmal auf den Titel deines Eintrages zurückzukommen, damals brauchte man als Frau „zum Glück“ tatsächlich einen Mann, andernfalls war etwas mit einem „nicht in Ordnung“. Die wenigen, die keinen hatten, waren eben „alte Jungfern“ (was ich wahrscheinlich schon längst wäre, in dieser Zeit) und ab einem bestimmten Alter wars dann eben eh zu spät, um noch einen abzukriegen… Heute ist das natürlich ganz anders. Da WILL man vielleicht einen Mann „zum Glück“, aber brauchen tut – oder sollte – man ihn nicht mehr. Und das ist gut so. Deshalb mag ich auch, dass sich Nikas Charakter so schön in Richtung Unabhängigkeit und Selbstbewusstsein weiterentwickelt, ohne sich dabei komplett zu verändern. Fand ich an der Szene im Krankenhaus sehr schön umgesetzt und sichtbar. Je nun, ein Hoch auf die Frauen, die schon damals ihren eigenen Kopf hatten und sich dafür eingesetzt haben, dass wir Männer heute haben WOLLEN dürfen und nicht mehr haben MÜSSEN! 🙂
        LG

  • Der Artikel ist hammer gut geschrieben liebe Julia 🙂 So bewusst habe ich mich damit noch nie auseinandergesetzt oder wenn dann nur in einer romantisierten Version. Nach dem Motto: Früher hättest du einfach nur zu Hause sitzen und dich bisschen um den Haushalt kümmern müssen, heute hast du den zwar auch noch, arbeitest aber noch 39 Stunden in der Woche dazu. Sicher war manches früher einfacher, vieles aber auch schlimmer und gerade die Sache, dass der Mann alles darf und die Frau nichts, das hätte ich nur schwer verkraften können. Es ist fast unvorstellbar dass es noch gar nicht so lange her ist, dass gewisse Traditionen und Zwänge (Frau darf nicht ohne Mann rausgehen) vor nicht allzu langer Zeit nicht nur in arabischen Ländern, sondern in unserer ach so modernen Welt vorherrschten. Das war mit gar nicht so bewusst…

    Danke für diesen super geschriebenen Beitrag, der wie immer eine Portion Humor besitzt und einen zum Schmunzeln bringt über ein eigentlich ernstes Thema. Bester Satz: „Ich parshippe jetzt“ 😀

    Viele liebe Grüße
    Madeleine
    http://maracujabluete.com/

    • Ahhh, Herzchen in den Augen, Danke meine Liebe 😉 Aber es ist in der Tat so, dass viele aus einer Generation gar nicht wissen, wie es damals wirklich war … Beziehungen wie Oma und Opa werden in die Höhe gelobt, so hätte man das gerne wieder … aber will man das wirklich, genau so – ich denke eher nicht. Mein VATER wollte damals auch nicht, dass meine Mama arbeitet, nachdem sie mich bekommen hat … heute ist er froh, dass sie sich durchgesetzt hat. Hinterher ist man eben immer schlauer 😉 Einfach neue Wege gehen, mutig sein, Hauptsache man ist glücklich und unabhängig 😉

  • Ich habe lange nicht mehr einen so schön geschriebenen Blogbeitrag gelesen! Besonders toll finde ich den Satz deiner Omi – Den Blick deines Opi’s hätte ich zu gerne gesehen 😉
    Ganz so habe ich mir die Rolle der Frau in den 50ern noch nie vor Augen geführt, aber ich würde spontan sagen: Gut, dass sich manche Dinge geändert haben.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

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