DISNEY PRINZESSINNEN im Wandel der Zeit

DISNEY PRINZESSINNEN im Wandel der Zeit

Es ist gerade ein paar Tage her, da war ich im DISNEYLAND – Magic Kingdom in Florida und hatte zauberhafte Momente. So schön ich die Disney-Filme auch finde, hatte ich immer wieder diesen Gedanken – DISNEY HAT MIR UNREALISTISCHE VORSTELLUNGEN VON LIEBE VERMITTELT. Also habe ich meine Heldinnen der Kindheit mal genauer beleuchtet und weiß jetzt auch genau, warum ich Schneewittchen, Dornröschen immer blöd fand und mit Cinderella nur wegen der Mäuse sympathisierte.

Die bunte Märchenwelt von Disney existiert jetzt schon fast hundert Jahre und nimmt uns immer wieder mit auf zauberhafte Reisen. Allerdings musste Disney sich auch immer wieder Vorwürfen und Kritiken stellen, welche nicht unbegründet waren. Es dauerte immerhin über siebzig Jahre, bis zum ersten Mal eine afroamerikanische Prinzessin die Leinwand eroberte. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, dieses erkannte auch Disney und deswegen änderte sich das Bild der Rolle der Disney Prinzessinnen (Frau) im Laufe der Jahre. Kommt mit auf eine Reise durch die Zeit, von der Vergangenheit und zurück in die Zukunft.

Happy-Housewifes

Wenn wir uns an Schneewittchen, Cinderella und Dornröschen erinnern, erfüllten sie mehr die Rolle der glücklichen Hausfrau und dem Wunsch, endlich einem Prinzen zu begegnen. Prinz rettet Prinzessin durch einen Kuss und seit Cinderella wissen wir, dass Schuhe das ganze Leben verändern können.

1937 Schneewittchen

Schneewittchen putzt sich quasi durch den Film. Erst bei ihrer bösen Königin Stiefmutter und später schmeißt sie den Haushalt von sieben Männern und schrubbt, fegt, kocht und wäscht sich in das Herz der Zwerge. Auffällig ist auch ihre mütterliche Seite, wie sie sich mehr um andere sorgt – Tiere und Zwerge, als um sich selbst. Immerhin wollte die Stiefmutter sie umbringen, aber hey, das Haus soll schließlich blitzeblank sein, wenn die böse Stiefmutter mit dem vergifteten Apfel zu Besuch kommt. Bei Laune hält sich Schneewittchen während des Saubermachens mit Singen, eines der bekanntesten Lieder:

Kommt erst mein Prinz zu mir und führt mich fort von hier, zieh’n wir beide ins Königsschloss ein, ach, wer könnte der Glückliche sein? Wenn wieder Frühling ist und mich mein Prinz einst küsst und ein Vöglein singt, die Hochzeitsglocke klingt, dann hat sich mein Traum erfüüüüllt.

und ihr Hoffen auf Erlösung, welches natürlich nur ein Mann, äh, Prinz sein kann. Am Ende kommt dann auch ein Fremder daher und es ist natürlich sofort Liebe und für immer, immer …

1950 Cinderella

Auch sie hat einen Haushalt zu führen, aber eher gezwungenermaßen kümmert sie sich um ihre böse Stiefmutter und Stiefschwestern. Im Gegensatz zu Schneewittchen war es mehr eine Verpflichtung, zu der sie verdammt wurde, als ein Lebenstraum. Sie ist zwar sichtlich genervt, aber bleibt stets ruhig, freundlich und hofft auf bessere Zeiten, dreimal dürft ihr raten auf wen sie wartet? Richtig, auf einen Prinzen, auf wen denn sonst. Allerdings sieht sie ihn wenigstens einmal persönlich, bevor sie sich verliebt und das Ganze dank Schuh mit einer Heirat endet.

1959 Dornröschen

Putzt und sammelt Beeren und lebt das Leben eines Bauernmädchens, obwohl sie eigentlich eine Prinzessin ist. Im Gegensatz zu Cinderella ist es keine Bestrafung, sondern zum Schutz vor der bösen Fee gedacht. Im Wald trifft sie dann auf ihren Prinzen, in welchen sie sich sofort unsterblich verliebt und nach einigen Problemen wird sie von ihm wachgeküsst und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Die Happy-Housewife Disney Prinzessinnen sind alles unglückliche Singeladys, die primär mit Reinigungsarbeiten beschäftigt sind, obwohl sie eigentlich aus adeligem Hause stammen. Sie fügen sich ihrem Schicksal, behalten ihre fürsorgliche Attitüde und bleiben stets gehorsam. Sobald ein Prinz auftaucht, ist es Liebe auf den ersten Blick und irgendwie kommt man drumherum den Mann als eigenständige Person zu sehen, sondern viel mehr als Belohnung für das fleißige Heimchen. Prinzessin putzt, Prinz rettet Prinzessin gleich Happy Housewifes for ever and ever ...

Mutige Rebellinnen

Nach der „zweiten Welle der Frauenbewegung“ öffnet Disney die Tore für den Feminismus. Die Happy-Housewifes, die oft gar nicht so happy waren, rebellierten nämlich gegen die strikte Rollenverteilung und ebneten so die Wege für Frauen eines psychologischen Befreiungsprozesses.

1989 Arielle

Die kleine Meerjungfrau macht WAS SIE WILL, sie erscheint vornehmlich nicht zu den Gesangsproben, schwimmt immer wieder an die Oberfläche und folgt ihren Zielen. Sie will anders sein – ein Mensch. Die Neugierde und der Mut treiben sie in ihrem Handeln voran, immer mehr auferlegte Grenzen werden durchbrochen. Dann verliebt sie sich und opfert dafür das Wertvollste, was sie hat – ihre Stimme. Um ihrem Prinzen ganz nah zu sein opfert sie für die Liebe einen wichtigen Teil von sich selbst. Im Vordergrund steht jedoch der Wunsch, jemand anderes zu sein und so lange dafür zu kämpfen, bis man sein Ziel erreicht hat. Am Ende sieht Papa es ein und Arielle hat alles was sie will und ihre Stimme. Rebellen sei Dank.

1991 Belle

Fühlt sich ebenfalls nicht zugehörig in ihrem Dorf, sie ist eine Außenseiterin, sie liebt es zu lesen und träumt von fernen Ländern und Abenteuern. Sie weigert sich das zu tun, was viele von ihr erwarten, der Vater steht zwar hinter ihr, ist aber auch mehr ein Außenseiter. Sie verweigert den Antrag von Dorfschönling Gaston und regt sich in einem Lied über ihr Leben an seiner Seite als Happy-Housewife auf. Ihren Mut zeigt sie als sie sich als Gefangene für ihren Vater beim Biest opfert. Auch hier zeigt sie sich wenig angepasst und folgt den Regeln des Biestes NICHT. Beim Streit gibt sie Kontra und lässt sich zu nichts zwingen und erwirbt so die Gunst des Biestes. Zudem ist sie die erste Frau, welche mehr auf Persönlichkeit achtet, als auf die Schönheit. Hier rettet zum ersten Mal eine „Prinzessin“ ihren Prinzen.

1992 Jasmin

Ähnlich wie Arielle rebelliert Madame gegen ihren Vater und auferlegten Gesetzen und will die Welt sehen. Sie soll heiraten und das sieht sie so gar nicht ein, also wird jeder heiratswillige Kandidat erst einmal vergrault und sie flieht aus dem Palast und vor ihrem auferlegtem Leben. Dort lernt sie den Straßenjungen Aladdin kennen und ja, verliebt sich in ihn, immerhin kehrt sie zurück zum so verhassten Palast, um ihm das Leben zu retten. Auch hier wird wieder der eigene Wunsch aufgrund von Liebe geopfert. Am Ende wird sie doch wieder von ihrem „Prinzen“ gerettet und aufgrund Aladdins Tat das ganze Königreich zu retten, ist der Papa gnädig gestimmt und Jasmin darf entscheiden wen sie zum Heiraten als würdig erachtet. Happy End! Wobei mein Happy End hier mehr die Befreiung von Dschini war – Ich bin endlich freiiiiiiiii.

Die Disney-Rebellinnen-Generation will mehr von der Welt sehen als ihre Heimat. Sie sind neugierig, mutig und wissen, was sie wollen. In diesem Fall sind die Prinzen nicht als Geschenk zu betrachten, sondern sie geben den Prinzessinnen das was sie brauchen - Ausflüge in die Menschenwelt, eine riesengroße Bibliothek und eine Reise auf einem fliegenden Teppich rund um die Welt. Die Mädels brauchen die Prinzen um ihre Träume zu erfüllen, allerdings würden sie sich niemals einem Schicksal ergeben, welches ihnen missfällt.

Starke Einzelkämpferinnen

Ende der Neunziger erreichte die zweite Welle der Frauenbewegung ihren Höhepunkt. Frauen hatten mittlerweile die gleichen Rechte wie die Männer, allerdings gingen viele einen Schritt weiter und gingen ihre ersten Schritte gewollt auch ohne Männer auszukommen. In dieser Zeit verfolgten mehr Frauen denn je ihre Karriere, anstatt zu Hause bei den Kindern und Haushalt zu bleiben. Auch vor den Disney Prinzessinnen machte diese Entwicklung nicht halt.

1995 Pocahontas

Eine unglaublich starke, taffe, mutige, liebevolle Indianerprinzessin welche völlig frei durch ihr Leben läuft. Klare Ziele hat sie nicht, sie lässt sich lieber mit dem Wind treiben. Die Heiratspläne ihres Vaters verwirft sie und verliebt sich stattdessen in General John Smith, welcher auf ihrer Insel strandete. Im Gegensatz zu Jasmin, zeigt sie John ihre Welt und reagiert ziemlich empört, als John ihr etwas beibringen möchte und versucht sich über sie zu stellen. Mit „Farbenspiel des Winds“ zeigt sie das Leben von einer anderen Seite, viel mehr eine andere Ebene – der bewusst Erlebens Ebene. Am Ende gibt es eine große Überraschung – kein gewohntes Disney Happy End. Obwohl ihr Vater sagt, sie könne mit dem verletzten John Smith nach England reisen, entscheidet sich Pocohontas in ihrem Dorf zu bleiben, da man sie hier brauchen würde.

1996 Esmeralda

Eine taffe Einzelkämpferin, die es im Film immer wieder mit mehreren Männern aufnehmen muss und kein Blatt vor den Mund nimmt. Als die Zigeunerin Quasimodo vor dem pöbelnden Mob befreit, ist das der Auftakt zu einer tiefen Freundschaft, welches den Hauptplot der Geschichte bildet. So ganz ohne Lovestory geht es dann auch nicht und nachdem sie Hauptmann Phoebus immer wieder begegnet, verliebt sie sich in ihn und rettet ihm zweimal das Leben.

1998 Mulan

Eine Chinesin schlüpft in die Rolle eines Mannes, um für ihren kranken Vater die Ehre des Hauses zu retten. Ihr Wille ist der Weg und der bekanntlich das Ziel. Nachdem sie hart für ihre Kampftauglichkeit trainiert hat, stellt sich im Nachhinein heraus, dass sie kriegsstrategisch gesehen dem Rest ihrer Truppe weit voraus ist. Durch Strategie und Weitsichtigkeit rettet sie nicht nur ihre Truppe, sondern ganz China. Nebendarsteller Hauptmann Li Chang verliebt sich in sie, der Kaiser ist dankbar und am Ende sind alle glücklich.

Der Anfang der starken Frauen-Ära hat begonnen. Die Mädels retten hier immer wieder den Herren das Leben, können kämpfen und sind auch keine Prinzessinnen mehr, sondern viel mehr Kriegerinnen. Die Männer keine Prinzen, sondern Generäle, womit eine gewisse Augenhöhe erschaffen werden soll, aber irgendwie tendiert es doch mehr dazu, dass die Frauen hier ganz klar den Ton angeben. Liebe steht nicht mehr im Fokus, die eine lässt den Geliebten ziehen, um die eigenen Interessen zu wahren, die andere konzentriert sich mehr auf die Freundschaft und Mulan ist mehr damit beschäftigt Karriere zu machen. Die Männer nehmen hier ganz klar eine Nebenrolle ein.

Die Powerfrauen

Alles kann, nichts muss. Hier wird es kompliziert – vom Happy-Housewife zur Rebellin bis hin zur starken Einzelkämpferin, was kommt jetzt?! Die Powerfrau, denn die kann alles, darf alles und macht alles. Hier verschmelzen weibliche und männliche Attribute zusammen, denn aus zwei Rollen ist mittlerweile eine geworden für die Frau als auch für den Mann.

2009 Tiana

Arbeitet hart für ihren Wunsch von einem Restaurant, welches zuerst mehr der Wunsch vom Vater war, der ihn sich leider nicht erfüllen konnte, weil er starb. Eigenschaften der Happy Housewifes werden wieder gerne gemacht, wie hier das Kochen, allerdings mehr Karriere orientiert, denn Tiana möchte ihre Leidenschaft auch beruflich ausleben. Einen Prinzen braucht sie nicht um ihre Träume zu erfüllen, sie arbeitet selbst daran. Der zum Frosch verwandelte Prinz Naveen beeindruckt sie erst mal gar nicht und sie küsst ihn nicht aus Liebe, sondern nur aufgrund einer finanziellen Belohnung, mit der sie sich ihren eben zerplatzten Traum erfüllen könnte.

Tja, es kommt anders als gedacht. Während sie nun ihr gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich wieder Menschen zu werden, lernt der eine von dem anderen, anstatt den Ton anzugeben. Am Ende erfüllt sich Tiana selber den Traum von einem Restaurant und heiratet Prinz Naveen und wird selbst zur Prinzessin. Hach, wie romantisch und back to the Roots, halt Stop, natürlich nur, wenn das Ganze nicht der altbackene Wunsch einer Frau ist 😉

2010 Rapunzel

Sie ist vielseitig interessiert, malt, putzt und kocht wie ihre Vorgängerinnen der Happy Housewifes. Rebelliert gegen ihre Mutter und hält sich wenig an deren Regeln. Nachdem sie den Turm verlässt, kämpft sie sich als Einzelkämpferin durch die neue Welt und greift hier auf mehrere verschiedene Charaktereigenschaften zu. Sie erledigt Flynn mit einer Bratpfanne, weil sie ihn für einen Einbrecher hält. Mit ihrer Einfühlsamkeit bringt sie den harten Kern des Herrn zum Schmelzen und das Pferd Maximus wird mit ihrer mütterlichen Autorität milde gestimmt. Sie verkörpert quasi alle positiven Eigenschaften unserer bisherigen Disney-Prinzessinnen. Auch hier gab es im Vorfeld eine richtige Kennenlernphase mit Enttäuschungen, Missverständnissen und am Ende wird natürlich geheiratet.

2013 Elsa

Wen verzauberte die Eiskönigin nicht. Mit ihrem Befreiungslied – Ich lass los – geht Disney noch mehr auf die psychologische Ebene ein. Zudem haben wir hier das erste Mal eine Prinzessin mit Superkräften, im Vordergrund steht aber nicht nur Elsa, sondern auch ihre Schwester Anna. Sie verkörpert die hoffnungslos romantische, leicht naive Rebellin, welche sich durch ihre schlechten Erfahrungen und Aufgaben zur Einzelkämpferin entwickelt. Elsa hingegen ist taff und hat Macht, welche sie zum Schutze der anderen versteckt und sich immer mehr vom Sozialen isoliert. Man könnte hier auch von einer Depression sprechen.

Die Flucht aus ihrem eigens selbstauferlegten Gefängnis führt zur kompletten Befreiung, endlich kann sie so sein wie sie ist – Die Eiskönigin. Ihre Fähigkeiten kann sie positiv nutzen und baut damit einen wunderschönen Palast aus Eis. So ganz traute sich Disney wohl noch nicht, komplett auf eine Liebesgeschichte mit einer Prinzessin zu verzichten. Im Nebenplot bändelte Anna erst mit einem Prinzen an, der ihr nur vormachte es ernst zu meinen und danach gab es ein Happy End mit Kristoff. Bei Elsa hingegen gab es eine neue Entwicklung – keinen Mann. Sie findet sich selbst, nachdem sie jahrelang verloren war und ist wahnsinnig glücklich, als sie ihre totgeglaubte Schwester wieder in die Arme schließen kann, von der sie übrigens gerettet wird.

Nicht nur die Technik verändert sich und schreitet voran auch die soziologischen Vorstellungen durchlaufen eine Wandlung. Die Ära der unglücklichen Singleladys ist vorbei. Mittlerweile befinden sich Prinzessin und Prinz wieder auf Augenhöhe, sie ergänzen sich nicht, sondern lernen voneinander. Hinzu kommt, dass eine Prinzessin gar keinen Prinzen mehr braucht, um glücklich zu sein, sie findet das Glück in sich selbst.

2016 Vaiana

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, denn mit Vaiana passt sich Disney nicht nur den Entwicklungen an, sondern geht einen Schritt weiter. Mit Vaiana erschafft Disney eine kunterbunte psychologische Anleitung zur Selbstverwirklichung, mit einer unerschrockenen Heldin. Persönlichkeitsentwicklung à la Disney.

Ähnlich wie Arielle will sie anders sein. Hin- und hergerissen zwischen ihrer Insel und der Sehnsucht nach dem Meer. Ein Fernweh, welches in ihrer Seele brennt, treibt sie voran. Sie hält sich natürlich auch nicht an die Regel ihres Vaters nicht auf das offene Meer zu segeln. Wie Elsa hat sie eine Superkraft – seit ihrer Kindheit hat Vaiana eine ganz besondere Verbindung zum Ozean. Als ihre Insel in Gefahr ist, sieht sie ihre Zeit gekommen, voller Tatendrang baut sie sich ein Boot und segelt mit ihrem Ziel, die Insel zu retten davon – und kentert. Nach ihrem Scheitern gibt sie nicht auf und beim zweiten Anlauf mit dem Segen ihrer Mutter  findet sie sich inmitten des Pazifiks wieder. Schuld an der Misere ist der Halbgott Maui, welchen Vaiana aufsucht, sie in ihrem Anliegen zu unterstützen.

Immer wieder hat Vaiana Hürden zu überwinden und wächst mit ihren Aufgaben. Jeder Rückschlag ist eine weitere Lektion bis sie irgendwann von allen verlassen, mitten auf dem Ozean so stark an sich zweifelt und aufgibt.

Du darfst jetzt nicht an dir zweifeln.
Die Reise hinterlässt Spur’n.
Doch Narben verheilen und zeigen,
Wer du bist!

Wer den Film noch nicht kennt – ANGUCKEN! Vaiana kommt komplett ohne Liebesgeschichte aus. Wobei stimmt auch nicht, denn endlich hat Disney die wohl stärkste Lovestory aller Zeiten verfilmt – die Liebe zu sich selbst. Ein zauberhafter Selbstfindungstrip mit Humor, Action, gaaaaanz viel Liebe und HAPPY HAPPY HAPPY ENDS.

HAPPY END

Ach, hätte es doch damals schon Vaiana gegeben, aber jede Zeit hat ihre Geschichte und Rolle, wir verändern uns ständig und sehen wir es mal so, Disney hat sich genau wie wir, mit der Zeit entwickelt. Angefangen mit Happy Housewifes sind wir jetzt bei der Selbstliebe und die damit verbundene Persönlichkeitsentwicklung ohne Partner angekommen.

Damals war Belle meine absolute Lieblings-Disney-Prinzessin, jetzt ist es Vaiana, Zeiten ändern sich, Zeiten ändern Dich, welche ist Deine Lieblings Prinzessin, mit welcher identifizierst Du Dich am meisten?

So, ich liebe Disney und jetzt noch mehr, wobei ich im Park mehr das Gefühl hatte, das Disney nur mein Geld will, anstatt mir schöne Momente zu bescheren, im Sinne von Walt Disney. Allerdings für Euch habe ich noch ein ganz besonderes Happy End – die HAPPY EVER AFTER SHOW aus dem Magic Kingdom, für mich das schönste Erlebnis im Park.

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2 Comments

  • Toller Artikel 🙂 Was ich an „Die Eiskönigin“ übrigens auch sehr mag, ist dass der Akt der wahren Liebe sich hier mal auf die Liebe zwischen Schwestern bezieht. Noch besser fand ich das ja in dieser Hinsicht bei Maleficent, einfach weil die beiden nicht mal verwandt waren. Ich finde es immer schön, wenn „Liebe“ nicht nur auf „Paarromanze“ beschränkt darstellt.

    Meine Lieblingsheldin ist immer noch Belle, wegen ihrer Liebe zu Büchern und weil sie wie ich mit den meisten Menschen wenig anfangen kann ;-).

    Liebe Grüße

    Claudia

  • Liebe Claudia,
    danke für Dein liebes Feedback. Oh ja, Maleficent. Die neue Verfilmung von Dornröschen hat ja nicht mehr viel mit der Handlung vom Original gemeinsam. Besonders schön, das der Kuss der wahren Liebe nicht von einem flüchtig bekannten Prinzen war, sondern von Maleficent, die eben schon das ganze Leben an Auroras Seite war.
    Liebe Grüße Julia

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